Arno Geiger, „Unter der Drachenwand“ – Einteilung in Stationen = „Voraussetzungen“ für Klausurtext-Analyse (Mat2789)

Worum es hier geht:

Im Folgenden geht es darum, sich einen schnellen Überblick über die Erzähl-Stationen und die wichtigsten inhaltlichen Punkte im Roman „Unter der Drachenwand“ von Arno Geiger zu verschaffen.

Eine solche Übersicht ist besonders wichtig, wenn man bei einer Klausur eine bestimmte Textstelle angegeben bekommt, die man analysieren soll.

Dann muss diese Stelle nämlich eingeordnet werden – und das läuft besser

  • nicht nach dem Motto: „Was bisher geschah“,
  • sondern lieber: „Was muss man wissen, um diese Textstelle im Erzählfortschritt optimal analysieren zu können.“

Wir spielen das aktuell an einem Klausurbeispiel durch:
https://www.einfach-gezeigt.de/drachenwand-klausur-veit-brasilianer-indianer

Ein ausführlicher Überblick über die Kapitel ist hier zu finden:
https://www.einfach-gezeigt.de/geiger-drachenwand-interessante-stellen


Zu den Seitenzahlen:

Wir nutzen die E-Book-Version des Hanser-Verlages:

ISBN: 978-3-446-25938-6

Carl Hanser Verlag, München 1918

Nähere Infos zu dieser Ausgabe gibt es bei der Deutschen Nationalbibliothek:

https://portal.dnb.de/opac.htm?method=simpleSearch&query=978-3-446-25938-6

Hier eine Umrechnungstabelle von unseren EBook-Seiten zu den ungefähren Schulbuchseiten.


Thema und Stationen 1-6

An dieser Übersicht arbeiten wir noch, was den speziellen Klausur-Zweck angeht, bitte etwas Geduld.

  • Thema: Was macht der Krieg mit den Menschen – speziell in der Schlussphase des II. Weltkrieges
  • EB4ff: Station 1: Verwundung und Lazarett-Aufenthalt (Kap 1) und kurzer Besuch bei den Eltern (Kap 2)
  • Kap 1 Im Himmel, ganz oben
  • Verwundung; Leiden,
  • Lazarett,
  • Erholungsurlaub zu Hause in Wien
  • Kap 2 Seit meinem letzten Aufenthalt
  • Stress mit den Eltern;
  • Naziparolen des Vaters;
  • Aufbruch zum Onkel nach Mondsee an der Drachenwand

  • EB24ff: Station 2: Ankunft in Mondsee, erste Erfahrungen und Kontakte (Kap 3-6)
  • EB24ff: Kap 3 Eine halbe Fahrstunde von Salzburg
  • Schlechtes Quartier in Mondsee;
  • erste Trauma-Attacke;
  • erster Kontakt zur Zimmernachbarin Margot
  • und zu einer Mädchengruppe, die aufs Land verschickt worden ist.
  • EB38ff: Kap 4 Während der neue Ofen
  • Einbau eines neuen Ofens -> mehr Wärme/Komfort
  • Veit hat das Gefühl, dass er „wieder zum Leben erwachte“ (EB39)
  • Begegnung mit Margarete Bildstein, der Lehrerin der Mädchengruppe
  • Mädchen stellen Veit viele Fragen zum Krieg, der antwortet ironisch.
  • Veit trifft auf Margot, Wand so dünn, „dass man von einem Zusammenwohnen sprechen konnte“ (EB45)
  • EB47ff: Kap 5 Nach einem zweitägigen kurzen Antäuschen
  • Fahrt zur Tauglichkeitsuntersuchung nach Wien
  • Banger Rückblick auf das Glück mit Margot
  • Bei den Eltern Kellerexistenz: Vaters Siegeszuversicht ist geschwunden
  • Hilflosigkeit vor dem Militärarzt
  • Veit erreicht Überweisung an Facharzt
  • Erinnerung an Lungenkrankheit Hildes
  • Anregung wieso hat das Wort „Stelldichein“ (EB176) so eine große Bedeutung für Hilde und lässt Veit darüber nachdenken?
  • Aufschub durch das Lachen eines alten Mannes (EB179)
    (Anregung: Was spricht für die Hypothese, dass man bei alten Menschen auf mehr Verständnis hoffen kann?)
  • Rückfahrt: glückliche Wahrnehmung der Natur (u.a. „Mohn“, EB180)
  • EB57ff: Kap 6: „In der Früh ertrug ich“
  • Tratsch der Quartiersfrau
  • Versagen als Schreiber beim Onkel, fühlt sich nach „fünf Jahren Militär geistig verkommen“: EB57
  • Veit leidet noch an seinen Verwundungen und  fährt sicherheitshalber zum Krankenrevier nach Vöcklaburg, der Arzt interessiert sich aber nicht sehr für ihn
  • Veit und Margot nähern sich an, sie kocht für ihn.
  • Der Brasilianer erzählt Veit seine Geschichte und lobt das Leben in Brasilien.
  • Erneute Begegnung mit der Lehrerin, die erzählt Veit von Nanni und ihrem Liebesverhältnis zu ihrem Cousin Kurt.
  • Angesichts ihres reservierten Verhaltens schreibt Veit die Lehrerin aber erst mal ab.
  • Am 26.2.1944 begeht Veit seinen 24. Geburtstag still für sich und denkt an seine Schwester Hilde, die nicht so alt geworden ist wie er.

  • Station 3: Die drei Neben-Erzähler des Romans: Briefe einer Mutter, Briefe eines verliebten Jungen und Tagebuch eines jüdischen Zahntechnikers (Kap 7-9)
  • EB67ff: Kap 7: Margots Mutter: „Am Freitag wurden in Darmstadt“
  • Infos zu den Luftangriffen auf Darmstadt
  • Daneben die vergleichsweise kleine Sorge um die Tochter Bettine, die sich als Straßenbahnschaffnerin in Berlin nicht mit Männern einlassen soll.
  • EB67ff: Kap 8: Kurt: „Susi hat mich bei der Straßenbahn“
  • Angst um verschwundene Nanni
  • Horchdienst beim Militär
  • Flugblätter der Alliierten: Ankündigung von „Vergeltung“ (EB185)  (Recherche)
  • Lebensgefahr bei Bombenangriff
  • Indisches Sprichwort: „Am Ende ist alles gut. Wenn es nicht gut ist, ist es nicht das Ende.“ (EB193)
  • EB87ff: Kap 9: Oskar: „Wie’s mir geht“
  • Bericht Oskars: enge Unterkunft, aber Aufleben in Budapest
  • Interessante These: lernen als sicherer Besitz: Zitat: Habenichtse (EB196)
  • Zitat: „Leider bin ich ein Mensch, der ein ruhiges Leben braucht“ (EB198)
  • Zitat „steht die Stadt im letzten Ausverkauf“ (EB 198)

  • Station 4: Annäherung an den Brasilianer, Nanni Schaller, deren Verschwinden und die Verhaftung des Brasilianers (Kap 10-13)
  • EB101ff: Kap 10: Den ganzen Tag Schneegestöber
  • Besuch beim „Brasilianer“;
  • Indianer-Vergleich;
  • Trauma-Anfall bei Nanni Schaller;
  • Brief der Mutter an Nanni
  • EB115ff: Kap 11: Der März war ungewöhnlich
  • Veit beim Gemeindearzt;
  • intensive Arbeit des „Brasilianers“;
  • Veit sieht kurz Nanni,
  • die anschließend v verschwunden ist.
  • Recherchen,
  • Verhör der Mutter;
  • erneuter Trauma-Anfall,
  • erstmals bekämpft mit Pervitin;
  • Veit hört Gespräch der Darmstädterin mit ihrem Säugling.
  • EB128ff: Kap 12: Der Elternbesuchstag
  • Eltern nervös wegen Nannis Verschwinden;
  • Kinder selbstbewusster;
  • Lehrerin „fremd und distanziert“,
  • Brasilianer will nur noch weg;
  • macht gefährlich kritische Bemerkungen
  • EB138ff: Kap 13: Der Brasilianer wurde nicht über Nacht
  • Der Brasilianer wird verhaftet.
  • Veit verfolgt es mit „Herzklopfen“
  • Er wird inzwischen im Ort auch als Drückeberger kritisch angesehen.

  • Station 5: Liebesbeziehung zu Margot und Glück bei der Untersuchung auf Kriegstauglichkeit (Kap 14-16)
  • EB148ff: Kap 14: In den Dschungeln Schwarzindiens
  • Verschlechterung der Stimmung im Mädchenlager, weil es nur noch um Nanni geht.
  • Der Brasilianer überträgt die Verantwortung für seinen Gartenbaubetrieb an Margot und Veit.
  • Lage an der Front wird schlechter.
  • Margot erzählt Veit vom Beginn ihrer relativen Zufalls-Beziehung zu ihrem Mann.
  • EB158ff: Kap 15: Da ich keine Beziehungserfahrung
  • Die Beziehung zu Margot tut Veit sehr gut, vor allem, weil sie nicht versucht, ihn zu erziehen.
  • Sie leben ganz im Jetzt, machen keine Pläne für die Zukunft.
  • EB171ff: Kap 16: In der Früh packte ich
  • Fahrt zur Tauglichkeitsuntersuchung nach Wien
  • Banger Rückblick auf das Glück mit Margot
  • Bei den Eltern Keller Existenz: Vaters Sieges Zuversicht ist geschwunden
  • Hilflosigkeit vor dem Militärarzt
  • Erreicht Überweisung an Facharzt
  • Zitat: graue Gesichter
  • Erinnerung an Lungenkrankheit Hildes
  • Anregung wieso hat das Wort stell dich ein so eine große Bedeutung für Hilde und lässt Veit darüber nachdenken?
  • Aufschub durch das Lachen eines alten Mannes (Anregung: was spricht für die Hypothese, dass man bei alten Menschen auf mehr Verständnis hoffen kann)
  • Rückfahrt glückliche Wahrnehmung der Natur, Stichwort Mohn

  • Station 6: Wieder die Nebenerzähler: Kurt, Oskar Meyer und Margots Mutter (17-19)
  • EB182ff: Kap 17: Kurt „Ich bin noch immer ganz verwirrt“
  • Mehrere Briefe von Kurti an seine Cousine und Freundin Nanni
  • Er vermisst sie sehr – sie ist ja verschwunden.
  • Sein Leben – muss als Hitlerjunge militärisch aushelfen – vom Horchen bis zur Trümmerbeseitigung.
  • Folgen der Bombenangriffe für die Häuser und die Menschen.

  • EB194ff: Kap 18: Oskar: „Der Abschied von Wien“
  • Oskar Meyer: Relatives Glück in Ungarn
  • schlechte Unterkunft
  • aber wieder Zukunftspläne
  • Dann die Wende: Einmarsch der Deutschen in Ungarn
  • geht nur noch auf der Schattenseite
  • hört von einem Polen vom Gastod in den KZ
  • Seine Frau und sein Sohn verschwinden, wahrscheinlich bei einer Razzia geschnappt

  • EB209ff: Kap 19: Margot „Wie ich in der Lebenszeichenkarte“
  • Mehrere Briefe von Margots Mutter an ihre Tochter
  • Weitgehende Zerstörung von Darmstadt
  • Anschauliche Beschreibung der Leiden der Bevölkerung
  • Schwierige Versorgungslage
  • Was die Wünsche der Töchter angeht: Es gebe keine Läden mehr.

Stationen 7-12

  • Station 7: Brasilianer zurück aus dem Gefängnis, Onkel erzählt von eigenen traumatischen Kriegserfahrungen; Quartierfrau: „Drückeberger“Vorwurf; Veit fälscht Dokumente  (Kap (20-22)
  • EB221ff: Kap 20: In der zweiten Juliwoche
  • Gerede über Veit und Margot im Dorf
  • Attentat auf den F.
  • schlechte Nachrichten aus Rumänien und Paris
  • Ghetto-Aufstand der Juden in Warschau
  • EB232ff: Kap 21: Aus dem Misthaufen stieg Rauch auf
  • Rückkehr des Brasilianers aus dem Gefängnis
  • Andeutung von Foltererfahrungen
  • Sieht das ganze Land als „Sklavenschiff“
  • hofft auf Rückkehr nach Brasilien
  • Veit ist glücklich mit Margot, hat aber den Wieder-Vorstellungstermin beim Arzt um 6 Wochen verstreichen lassen.
  • EB241ff: Kap 22: EB241: Den Onkel traf ich im Freien
  • Onkel erzählt vom I. Weltkrieg und seinen eigenen bleibenden Erfahrungen, „alles im Körper gespeichert“ (EB244)
  • Quartierfrau bedrängt Veit und bezeichnet ihn als „Drückeberger“
  • So fährt er zu einer neuen Untersuchung, kann dort aber Dokumente stehlen und sich selbst eine Verlängerung ausstellen.
  • Onkel informiert Veit, dass Nannis Leiche gefunden worden ist.

  • Station 8: Hänge-Freiheit in Mondsee:  Entdeckung der Leiche von Nanni Schaller, Entscheidung von Margot für Veit, Entscheidung des Brasilianers zu verschwinden; der Krieg meldet sich zurück – mit Muskelschmerzen bei Veit und mit Einberufungsängsten beim Onkel (Kap 23-25)
  • EB252ff: Kap 23: Die Leiche des Mädchens Annemarie Schaller
  • Nanni wird tot aufgefunden, ist bei Bergbesteigung abgestürzt
  • Veit erinnert sich an sie als einen Menschen, der unter eigenen Gesetzen lebt
  • Für Veits Onkel ist der Fall abgeschlossen.
  • Nanni wird auf Kosten der Gemeinde beerdigt.

  • EB262ff Kap 24: Es ist immer noch hell genug zum Schreiben
  • Margots Tochter läuft inzwischen, ihr Vater meldet sich von der Front und ermahnt seine Frau, treu zu sein.
  • Veit will aber nicht „schüchtern“ sein, sondern um sein Glück kämpfen.
  • Der Brasilianer redet sich um Kopf und Kragen und muss als „Flüchtling“ verschwinden.

  • EB271ff: Kap 25: Ich schaute mich in den Zimmern um
  • Veit rettet zumindest die versteckten Zigarren des Brasilianers.
  • Ansonsten meldet sich mit Muskelschmerzen bei ihm das alte „Gift“ des Krieges wieder.
  • Er sieht sich mitschuldig an diesem „verbrecherischen Krieg“.
  • Gegenüber Margot gibt Veit eine eindeutige Liebeserklärung ab.

  • Station 9: Einbestellung zur Nachmusterung – Rettung des Brasilianers durch Ermordung des Onkels; (Kap26)
  • EB283ff: Kap 26: Bald ein ganzes Jahr
  • Veit muss zur Nachmusterung, er macht sich Sorgen wegen seiner gefälschten Unterlagen.
  • Als er sich bei seinem Onkel nach einer Fahrgelegenheit erkundigt, bekommt er mit, dass der gerade in Schwarzindien den Brasilianer verhaftet hat.
  • Er beschließt einzugreifen und rettet den Brasilianer, indem er seinen Onkel erschießt. Dabei spielt auch das Aufputschmittel Pervitin eine Rolle.
  • Bevor er verschwindet, macht der Brasilianer Veit gegenüber deutlich, dass das Herz erst ruhig wird, „wenn wir geworden sind, was wir sein sollen.“ Das kann man so verstehen, dass sie jetzt beide, jeder auf seine Weise, sich vom NS-System zumindest innerlich gelöst haben.

  • Station 10: Noch mal wieder die drei Nebenerzähler: Margots Mutter mit wenig Neuem, Kurt muss zum Volkssturm und Ende der relativen Freiheit für Oskar (Kap 27-29)
  • EB295ff: Kap 27: Es sind vom Eichbaumeck
  • Margots Mutter berichtet von der fast völligen Zerstörung Darmstadts.
  • Ihr Mann hat inzwischen auch zu einer kritischen Sicht des Krieges gefunden.
  • Die Mutter hätte ihre Töchter gerne bei sich.
  • Ungern nimmt sie zur Kenntnis, dass Margot ihren Mann nicht liebt. Sie soll sich aber nicht mit einem anderen Mann einlassen.
  • EB306ff: Kap 28: Die Sache ging sehr rasch
  • Kurt berichtet, wie er beim Volkssturm „geschliffen“ wird.
  • Deutlich wird, wie sehr er Nanni liebt und wie sehr ihn das glücklich gemacht hat.
  • Später erfährt er, dass seine Freundin tot ist, womit er kaum fertig wird.
  • Der Krieg wird auch für Kurt immer grauenvoller.
  • EB318ff: Kap 29: Deutsche Einheiten auf dem Rückzug
  • Perspektivenwechsel hin zu Oskar Meyer.
  • Die Deutschen ziehen sich aus Ungarn zurück – dafür übernehmen die sog. Pfeilkreuzler jetzt die Verfolgung der Juden.
  • Als er sich damit abfinden muss, dass er Frau und Sohn nicht findet, meldet er sich zu einem Arbeitseinsatz. Schon auf dem Abmarsch beginnt das Töten  der Schwachen.
  • In einer Traumsituation hat Oskar das Gefühl, dass seine Frau ihm vergibt, dass er sie nicht hat beschützen können.

  • Station 11: Veit muss  zur Wiedervorstellung – und bekommt nur noch 2 Tage bis zum Abmarsch; Übergabe der Briefe Kurts an Nanni an ihn; Verabredung Veits mit Margot für die Zeit nach dem Krieg; die kommt bei einem Fleischer unter. Abschied von der Drachenwand und von der toten Nanni Schaller (Kap 30-34)
  • EB334ff: Kap 30: So tauche ich wieder in den Winter ein
  • Veit bekommt Fahrerlaubnis für die Untersuchung in Wien
  • Dazu die Briefe von Kurt an Nanni, er will sie dem Jungen zurückgeben
  • Veit und Margot klären ihre Situation: Sie will sich scheiden lassen
  • und erwartet keine „Heldentaten“ von ihm.
  • Sie glauben an eine gemeinsame Zukunft.
  • EB340ff: Kap 31: Der Westbahnhof war dickverqualmt
  • In Wien besucht Veit das Grab der Schwester und erinnert sich an ihr Sterben.
  • Mit seinem Vater gibt es immer noch Auseinandersetzungen wegen des Krieges.
  • Veit erinnert sich an „dieses ständige Voranpeitschen der Kinder mit Kritik“. Er hat sogar das Gefühl, dass die ständige Wiederholung von Wörtern wie „Standhaftigkeit und Konsequenz“ ihm die Kindheit verdorben haben.
  • Bei der Untersuchung erreicht Veit nur noch eine Frist von zwei Tagen – wegen eines angeblichen unehelichen Kindes.
  • EB353ff: Kap 32: Seit es mit Margot
  • Auf der Heimfahrt kommt Veit an einem Ort vorbei, der ihn an „Verblendung, Hochmut und falschen Stolz“ der Nibelungen erinenrt – auf ihrem Weg in die Vernichtung durch den Hunnenkönig Etzel.
  • Kurt kann er Nannis Briefe zurückgeben, allerdings tun sie sich schwer mit der Situation.
  • Weil der Zug nicht weiterkommt, geht Veit eine lange Strecke zu Fuß und begegnet dabei einem jüdischen Zwangsarbeiter, bei dem ihm das bunte Tuch auffällt. Der Leser erkennt daran, dass es sich um Oskar Meyer handelt, den dritten Erzähler im Roman, was Veit natürlich nicht wissen kann.
  • EB364ff: Kap 33: Ich saß auf dem Fensterbrett
  • Veits letzte Tage mit Margot und Lilo in Mondsee
  • Sie vereinbaren für die Zeit nach dem Krieg einen Treffpunkt
  • Margot findet nach einem Streit mit der Quartiersfrau eine neue Unterkunft und Arbeit bei einem Fleischermeister
  • In dem Zusammenhang überwindet Veit seinen Ekel vor blutigem Fleisch
  • und sieht in der neuen Unterkunft Margots die Chance auf „ein eigenes Leben“ auch für ihn.
  • Er will nach dem Krieg „die Jahre retten, die ich verloren habe“.
  • EB378ff: Kap 34: Wir warteten auf das Milchauto
  • Veit muss sich verabschieden
  • Unterwegs nimmt er Abschied von der Drachenwand und von der toten Nanni Schaller.
  • EB380ff: Station 12: „Nachbemerkung“ eines übergeordneten Erzählers
  • Überraschend tritt ein übergeordneter Erzähler tritt, der den Eindruck erweckt, die Figuren des Romans seien normale Menschen, deren Leben über das Romanende hinausgegangen ist.
  • Veit kann nach dem Krieg Margot heiraten – ein überraschendes Happy End. Auch kann er noch Elektrotechnik studieren.
  • Kurt wird noch kurz vor Kriegsende tödlich verwundet.
  • Oskar Meyer wird auf einem Transport in ein KZ im März 1945 ermordet.
  • Der Brasilianer hat sein Traumland Brasilien dagegen wieder erreicht – zumindest andeutungsweise ein Happy End.

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