Kurzgeschichte - schnell verstehen - mit 4-Spalten-Tipp: Beispiel: Jana Machma, "Schwarz auf weiß"
Dec 25, 2025
Wir zeigen am Beispiel einer Kurzgeschichte, wie man so einen Text schnell versteht.
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Und beim Lesen schon Material sammelt, das man später braucht.
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Zum Beispiel für eine Inhaltsangabe.
Oder die Klärung der Aussagen der Geschichte.
Natürlich sind auch die Mittel interessant, die der Autor genutzt hat.
Und am Ende geht es auch um eine Stellungnahme, eine begründete Meinung.
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Die Dokumentation ist hier zu finden:
https://textaussage.de/kurzgeschichten-erkennen-und-schnell-verstehen
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00:01 – Warum dieses Video neu gemacht wurde
00:15 – Ziel: Kurzgeschichten schnell verstehen
00:27 – Das Beispiel: Jana Machma „Schwarz auf Weiß“
00:39 – Thema der Geschichte: Selbstbewusstsein
00:51 – Überblick: Text, Figur Freistein, Vorgehen
01:02 – Warum gerade diese Kurzgeschichte?
01:27 – Der Name „Jana Machma“ – Pseudonym und Idee
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Ja, aktuell ist zwar Weihnachten, aber
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wir wollen uns einfach selbst ein
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Geschenk machen, denn wir haben
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festgestellt, dass ein altes Video doch
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ziemlich überholt war und jetzt hatten
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wir einfach Lust, das äh neu zu machen.
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Und es geht dabei um die Kurzgeschichte.
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Da möchte man ganz gerne sie schnell
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verstehen. Und wir haben das Beispiel
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von damals noch mal genommen und werden
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es jetzt neu aufsetzen, eben von einer
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ehemaligen Schülerin Jana Machmer, ein
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Pseudonym und das heißt Schwarz auf
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weiß, das das ägeschichte
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und es geht um das spannende Thema
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Selbstbewusstsein und das kann ja sogar
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über Weihnachten von Bedeutung sein und
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wir wollen mit dieser Geschichte einen
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Weg zeigen, wie man zu mehr
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Selbstbewusstsein kommen kann.
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Hier links sieht man die Geschichte, auf
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die gehen wir gleich genauer ein. Das
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hier oben ist ja unser Profiistein, den
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wir immer verwenden, damit der Dinge gut
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erklärt. Und äh warum diese Geschichte?
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Fangen wir damit mal an. Wir haben schon
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gesagt, eine Schülerin der neunten
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Klasse hat das vor vielen Jahren
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geschrieben, hat diesen Text
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geschrieben, vor etwa 20 Jahren sogar.
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Wir fanden sie damals schon sehr toll
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und uns wurde erlaubt, sie zu nutzen.
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Daraus entstand dann eben vor einigen
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Jahren ein Video, das inzwischen aber
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jetzt doch etwas überholt ist und wir
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wollen das jetzt entsprechend neu
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präsentieren. Und äh dieser Titel da,
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wie der Verfassername Jana Machma, da
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merkt man schon Jana ein Vorname und
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Machma ist einfach nur der Tipp, den man
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als Lehrer dann einer Schülerin gibt.
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Mach doch einfach mal. Und sie hat es
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gemacht. Und was den Inhalt angeht,
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hoffen wir, das werden wir gleich sehen,
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dass er nicht mehr ganz so aktuell ist,
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ne, wie vor ein paar Jahren. Aber es
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geht ja nicht nur um diese eine
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spezielle Situation, die wir gleich
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vorstellen, sondern ziemlich jeder
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Mensch kann in ähnliche Situationen
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kommen, wo man sich einfach mehr
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Selbstbewusstsein wünscht und es dann
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hoffentlich auch bekommt. Und vielleicht
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ganz kurz, man sieht hier auf den ersten
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Blick, das halten wir schon mal fest,
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das ist eine fiktive Geschichte. Niemand
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fängt
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in einem Kreis von Leuten an zu erzählen
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schwarze Haare, schwarze Augen, schwarze
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Haut. Immer wieder fragte sie sich, da
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gehört eine anständige Einleitung
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natürlich dann dazu. Letztens ist mir
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ein Ding auf dem Weihnachtsmarkt
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passiert und dann erzählt man etwas. Das
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ist ein typischer Kursgeschichtenanfang,
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das sieht man sofort, ein direkter
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Einstieg. Und ähm wir zeigen dann gleich
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auch noch einiges mehr. Ganz wichtig
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dieses Bild hier links. Äh wir wollen
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hier an einer Geschichte zeigen, wie man
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das grundsätzlich auch bei anderen
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Geschichten machen äh kann und dann
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steht man ganz am Anfang und das
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besprechen wir jetzt gleich.
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Entscheidend ist eigentlich dieser
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Einfall, den wir vor einiger Zeit äh
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hatten, denn es empfiehlt sich beim
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Lesen der Geschichte sich schon ein paar
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Dinge zu notieren. Das muss nicht so
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viel sein, aber das kann auf jeden Fall
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sehr hilfreich sein. Da geht's zunächst
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mal um den Inhalt, dann um die Aussagen.
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Man merkt so langsam, worauf läuft diese
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Geschichte hinaus? Und dann wird man ja
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immer gefragt, welche Mittel hat der
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Autor sich einfallen lassen oder sind in
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der Geschichte zu finden? Und wir sind
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immer dafür hier keine Chatlistensuche
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da zu machen, sondern eher erstmal
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merken, wo ist da etwas an Einfall
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vorhanden und wie wirkt das denn
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eigentlich auf mich oder auch auf andere
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Leser?
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Gehen wir das jetzt einfach mal kurz
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durch.
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schwarz auf weiß, dann schwarze Haare,
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schwarze Augen, schwarze Haut. Da kann
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man sich notieren, Farbeln spielen ja
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eine Rolle. Und dann kommt etwas mit
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ihrem Bruder. Immer wieder fragte sie
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sich, direkter Einstich, man weiß nicht,
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wer das ist, ob ihr Bruder recht hatte.
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Wer weiß, vielleicht schrieb der Chef,
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aha, vielleicht Chef, sie kennt ihn also
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anscheinend noch nicht, ja, wirklich
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lieber auf weißem sauberen Papier, wie
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ihr Bruder Kino. Da merkt man, das sind
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keine deutschen Vornamen. Das sind also
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Menschen äh, die bei uns zu Besuch sind
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oder zu uns hergekommen sind oder auch
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schon natürlich heutzutage längere Zeit
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hier leben, aber die haben meistens dann
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diese Probleme nicht und darum gehen wir
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von der Situation von damals aus. Und
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weiß und sauber, das ist natürlich
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überhaupt nicht äh schön. Da merkt man,
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dass da Vorurteile äh sind, die es
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hoffentlich heute gar nicht mehr gibt.
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Aber in der Geschichte sind sie wichtig
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und man kann daraus einiges lernen.
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Schnell verwarf sie den Gedanken wieder.
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Jetzt kommt's. Das Wartezimmer, ein
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kleiner grauer Raum überfüllt
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jeder in einer ungeduldigen Haltung,
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müde Gesichter und da merkt man, das ist
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ein Wartezimmer, was unangenehm ist. Und
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jetzt ähm sie errötete leicht. Man merkt
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also, sie fühlt sich da nicht wohl. Ein
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Schwall von Damenparf stach ihr in die
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Augen. Blicke huschten an ihr vorbei.
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Sie spürte, wie ein hartes,
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schnellabschätzendes Augenpaar an ihr
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haften blieb. Das kennt jeder. Es gibt
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Situationen, da wird einfach beobachtet,
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abgecheckt von einer steifen Frau. Das
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sind Wahrnehmungen, die sie hat. Anfang
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20 vielleicht, viel älter sah sie nicht
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aus, doch die Augen grau und verbraucht.
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Unglücklich. Das sind alles Signale, da
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merkt man, das geht in eine bestimmte
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Richtung und hier ist es eben beim
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Wartezimmer abschätzend. Unglücklich
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sind die Leute. Und jetzt kommt noch
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etwas hinzu. Schnell setzte Korali sich,
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so ist der Name, also dieses Mädchens
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der jungen Frau. Zwischen 20 und 30
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hatte es geheißen. All diese Frauen hier
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waren wohl ungefähr in diesem Alter. ob
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die wohl alle für ein
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Vorstellungsgespräch gekommen waren.
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Jetzt endlich begreift man überhaupt,
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was hat es mit dem Chef da auf sich? Äh
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und das ist für eine Kurzgeschichte,
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dass erst nach einiger Zeit dann geklärt
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wird, was ist denn vorher passiert? Sie
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hat irgendwo eine Anzeige gesehen oder
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sich beworben. Jetzt muss sie dahin.
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Vorstellungsgespräch
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Nadelstreifenanzug.
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Aha. Also sind auch anscheinend äh Leute
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dieser Art da. Streng zusammengenommene
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blonde Haare, blank geputzte
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Lederschuhe. Nein, bei so einer
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Konkurrenz hatte sie wohl keine Chance.
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Und jetzt auch, wer stellte schon eine
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farbige in einer Anwaltskanzlei ein? Das
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ist wie gesagt der Stand äh von vor etwa
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8 oder 9 Jahren.
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Korali ärgert sich über sich selbst. Da
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haben wir also Unterschiede, Distanz,
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keine Chance, farbige schwarz. Das passt
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natürlich oben zu den Farben. Das merkt
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man äh jetzt äh und man sieht, dass das
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ganz hilfreich ist, sich die Sachen
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schon mal dort zu notieren in dieser
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Spalte.
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So, dann heißt es plötzlich, sie ärgerte
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sich über sich selbst. Aha. Schnell
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atmend umklammerte sie einen kleinen
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ziemlich abgewetzten Teddybär, ne?
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Sicherlich ist das keiner in der Größe
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von 30, 40 cm. Das war ein kleines
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Maskottchen, was sie da anscheinend hat,
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ein Geschenk aus alten Zeiten. Sie hatte
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in Mandela getauft. Nelsen Mandela, das
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ist ja ein berühmter äh südafrikanischer
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Präsident, der lange Zeit also für die
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farbigen, die dort damals noch äh
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diskriminiert wurden, gekämpft hat. Und
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äh der ist natürlich eine Vorbildfigur
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und kann auch einem Teddybär natürlich
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aus den Namen geben. Ihre Fingernägel
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vergruben sich tiefer in dem flauschigen
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Stoff. Da merkt man Körpersprache geht
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da so etwas ab. Wie hatte sie nur je
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denken können, sie würde es schaffen?
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Jetzt wird etwas ganz spannend hier.
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Ähm, man nennt sowas erlebte Rede. Den
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Begriff muss man nicht kennen. Aber das
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Besondere ist hier, ihr Originalgedanke
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ist,
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wie habe ich nur denken können, machen
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wir das mal eben hier einmal klar. Hatte
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sie, wie habe ich, das schreiben wir
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jetzt auch mal daneben.
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Das wäre der Originalsound von ihr. Habe
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ich und daraus wird hatte sie. Das
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heißt, man hat hier den Original
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Wortlaut, der was hier im Kopf hat, aber
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der Erzähler gibt das eben hier im
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Präterum in der Vergangenheitsform
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wieder und er behält natürlich auch
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diese Distanz dabei. Darauf wollen wir
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nicht näher eingehen. Das setzt sich
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jetzt hier auch fort. Auf der Webseite
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können wir dann gerne das noch etwas
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genauer beschreiben. Es geht ja hier
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vorwiegend um den Inhalt.
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So schon wollte sie aufspringen aus der
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Kanzlei laufen. Aha, eine Kanzlei ist
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das also hier so. Da wurde ihr Name
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aufgerufen. Sie erschrag, wie schon
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gewohnt hatte man ihren Nachnamen falsch
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ausgesprochen. Ja, das kommt auch noch
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hinzu, dass
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haben aus anderen Kulturkreisen
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natürlich für Leute, die hier mit der
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Sprache Deutsch aufgewachsen sind, nicht
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immer so einfach auszusprechen sind,
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dann zitternde Knie wollten sie nicht
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tragen. So und jetzt kommt die Wände.
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Doch plötzlich d brauchen wir eine
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andere Farbe hier grün. Doch plötzlich
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kam mir ein Gedanke. Natürlich konnte
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sie es schaffen. Ja, Original wieder.
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Natürlich kann ich das schaffen. Das
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immer noch wörtliche Das immer noch die
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direkt die erlebte Rede, wenn sie
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wollte. Vielleicht würde es hart werden,
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doch möglich war es so. Sie musste
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kämpfen für sich und all die anderen
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Ausländer in Deutschland. Das war
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damals, wie gesagt, vor 8, ne Jahren, äh
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noch ein großes Thema. Heute spricht in
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der Form eigentlich kaum noch jemand
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darüber.
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äh weil die Menschen einfach ihren Platz
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gefunden haben in dieser Gesellschaft.
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Viel zu lange schon hatte man ihr
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einreden wollen, sie wäre nicht so viel
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wert. So, das heißt also hier ist was
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entscheidendes passiert. Ja, sie hat
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jetzt irgendwann umgeschaltet auf nein.
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So, das schafft nicht jeder in der
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Situation. Und das ist hier etwas ganz
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Wichtiges, wenn man das schafft, sagt:
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"Okay, ich kann hier vielleicht
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verlieren, aber ich sollte zumindest
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kämpfen." Und das Klopfen an dem
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schweren Eichenholz
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schmerzte ihre Knöchel. Langsam öffnete
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sie die Tür hinter dem Schreibtisch.
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Dann sehr schön gemacht, ne, vom äh von
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der Autorin hier. Ein nettes rundes
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Gesicht und dann schwarze Haare,
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schwarze Augen, schwarze Haut. Da wird
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es noch mal aufgenommen. Das heißt also,
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ihr Chef dort hat es geschafft und ist
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selbst da, wo sie hoffentlich demnächst
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auch hinkommt. Ja, dann schauen wir uns
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jetzt mal die anderen Spalten an. Uns
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kam es erstmal nur darauf an, dass der
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Inhalt erstmal klar wird. Hier sieht
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man, wir haben einige Sachen dann hier
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noch nicht jetzt erwähnt. Ärger über den
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Teddy hilft. D müssen wir sehen, dass es
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jetzt hier wieder klappt. So, mit dem
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Stift. Ärger kann auch helfen. Die Angst
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hat sie aber dann doch will gehen und
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hat dann ein erstes Mal richtig Glück.
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Das sind also hier äh die inhaltlichen
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Punkte und dann plötzlich der Wechsel in
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Trotz, das haben wir eben gesagt. Äh und
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dann die Überraschung, da ist jemand,
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der ist nett und er ist schwarz, hat
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also die gleiche Hautfarbe wie sie. Und
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dann ist eine ganz andere Situation da.
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Äh wir haben das noch mal aufgenommen,
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weil es jetzt um die Aussagen geht. Bei
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den Aussagen ist es eigentlich ähm immer
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hilfreich, äh die Geschichte zeigt und
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dann einfach weiterzudenken. Sie zeigt
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eine bestimmte Voreinstellung, sie zeigt
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Vorurteile,
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die wollen wir jetzt mal hier rot malen,
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so ähm Vorurteile und daraus entsteht
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natürlich auch wenig Selbstbewusstsein.
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Dann zeigt die Geschichte auch diese
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Distanz da in dem Wartezimmer. Man
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könnte das so als Konkurrenzgesellschaft
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ansehen, ne? Alle wollen diesen Job und
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äh wünschen dem anderen natürlich nichts
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besonders Gutes und so weiter. Und das
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verstärkt natürlich noch das
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Minderwertigkeitsgefühler Zeit damals,
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wo man als farbiger Mensch in
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Deutschland sich dann noch weniger
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heimisch fühlen konnte als hoffentlich
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heute. So, jetzt kommt aber das, was die
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Geschichte auch zeigt. Da müssen wir mal
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eben kurz wieder umschalten hier. So,
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man kann sich helfen, indem man erstmal
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vertrautes mit das kennt jeder, der
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irgendwie äh ein Ritual hat oder ein
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kleines Mitbringsel, dass ihn daran
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erinnert, dass er woanders auch ganz
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anders auftreten kann. Und man muss eben
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dann auch Glück haben, das wollen wir
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jetzt mal blau machen, da hat man keinen
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Einfluss drauf, dass in dem Moment, wo
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sie gehen will, da wird ihr Name
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aufgerufen. Und jetzt kommt das
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allerwichtigste hier, die Bedeutung von
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trotz. Das wollen wir in dieser Farbe
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hier nehmen. So aus Trotz kann eben dann
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eben auch Kampfgeist entstehen. Das
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zeigt die Geschichte. Und am Ende
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wird das Glück hier etwas
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wahrscheinlicher. Sie ist nicht sicher,
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dass sie den Job bekommt, aber auf jeden
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Fall hat sie dort gute Voraussetzungen
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und eine angenehme Atmosphäre. Und wir
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können insgesamt hoffen, und das ist
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jetzt das äh was auch an unserer
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Gesellschaft eine Aufgabe natürlich ist,
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dass diese Entwicklung ja, dass alle
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Menschen gleichwertig sind ähm und nicht
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mit Vorurteilen gekämpft werden muss,
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das entwickelt sich hoffentlich noch
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weiter. Aber hier sieht man schon eine
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deutliche Entwicklung von damals zu
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heute. Kommen wir jetzt zu den Mitteln.
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Das ist ja immer eine sehr heikle
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Geschichte. Ähm nicht Checklistenuch
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haben wir gesagt, sondern merken. Da
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sieht man natürlich am Anfang dreimal
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schwarz, das ist eine Wiederholung, eine
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Steigerung, die macht das besonders
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deutlich. Die Farbe schwarz ist hier ein
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Problem für die junge Frau zumindest.
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Und damit wird äh das Gefühl, das sie
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hat, auch sprachlich verstärkt. Dann die
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Charakterisierung dieser
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Konkurrenzgesellschaft
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durch eine Art Wortfeld. Da hat man
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mehrere Wörter, die grau verbraucht,
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unglücklich und so weiter. Die gehen
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alle in diese Richtung. Man könnte, dass
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das ein gemeinsames Wortfeld ähm
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bezeichnen, also Wörter in die gleiche
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Richtung gehen. Dann haben wir darauf
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hingewiesen, der Erzähler präsentiert
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die Gedanken der Figur in so einer Art
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Halbdistanz.
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Ja. Ähm, warum war sie überhaupt hier
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hingekommen? Warum bin ich überhaupt
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hier hingekommen? Daraus wird
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Prettritum. Warum war sie
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Erzählerperspektive hier entsprechend
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drin? Das natürlich ein eine ganz
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geschickte Möglichkeit für einen
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Erzähler so diese Distanz halb zu
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überwinden zwischen ihm und der Figur.
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Und er muss da nicht seine eigenen
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Kommentare reinbringen, sondern er legt
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das der Figur in den Kopf gewisser
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macht. Dann der knappe Schluss äh mit
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Rückgreff anfang dann natürlich das eine
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ganz geschickte Geschichte äh hier in
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dieser Geschichte. Bei einem Autor kommt
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es ja immer darauf an oder eine Autorin
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natürlich auch, dass sie irgendeinen
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Einfall hat äh der was Besonderes ist
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und der auch Aufmerksamkeit dann errägt.
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Und man fragt sich, warum bin ich nicht
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selbst auf so etwas gekommen? Dann
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kommen wir zu den Einfällen, die man
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schon sich notieren kann. Eine gute Idee
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mit den Farben, dann der direkte
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Einstieg. Ja, ist klar. Schon was für
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das Thema Kurzgeschichte. Die Situation
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wird erst später klar. Das ist hier auch
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wirklich gut gemacht. Es gibt ja
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eindeutig eine gewisse Dramatik und
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Spannung in dieser Geschichte. Eine
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überraschende Auflösung. Das ist
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eigentlich immer sehr schön, wenn man am
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Ende plötzlich überrascht wird durch
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etwas, womit nicht alle gerechnet haben.
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Und es ist natürlich kein ganz offener
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Schluss, eher die Frage, wie kann das
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gut weitergehen, wenn es hier auch schon
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mal gut gegangen ist. Wir hoffen, dass
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hier deutlich geworden ist, dass äh
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diese Spaltenmethode
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äh ein großer Vorteil ist. hat nicht
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viel Zeit für äh die äh Untersuchung der
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Geschichte und dann muss man sich nicht
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so viel notieren, aber besonders die
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inhaltlichen Stichpunkte sind hilfreich
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und wenn daraus schon Aussagen sich
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ergeben, äh dann ist das natürlich
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besonders hilfreich. Ja, zum Schluss
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noch mal kurz etwas zu diesem Herrn
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Freistein. Das ist eine erfundene Figur
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von uns, den wir als Experten verstehen
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für einen entspannten Deutschen
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Unterricht. Jeder wünscht sich, dass ja,
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dass der Deutscheunterricht dann eben
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nicht ganz so anstrengend ist äh und
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auch mit großen Herausforderung weiß
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nicht eine Aufgabe löst. Das kann im
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deutschen Recht ja auch dann etwas
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anders sein. Er ist nicht mehr der
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jüngste, aber das hat auch Vorteile. Er
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hat nämlich viel Erfahrung und er kann
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gut erklären. Das haben wir hoffentlich
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gezeigt. Und dann schauen wir mal, was
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er uns hier mitgibt. Und darum kommen
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jetzt die Tipps für die nächste
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Kursgeschichte, denn die Grundidee war
16:42
ja, dass man an dieser Geschichte
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gesehen hat, wie man es machen kann.
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Ganz wichtig ist beim ersten Lesen
16:48
markieren, sich Notizen machen, wie wir
16:50
das gemacht haben. In der Spalte 1 dann
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die Stichwörter zum Inhalt. Dann bei
16:54
Spalte 2 einfach auf Signale achten. Ja,
16:57
wo äh geht das in Richtung Spannung? Wo
17:00
entspannt sich das? Wo sind Vorurteile
17:03
im Spiel? Wie sind die Leute drauf? Das
17:05
sind Signale und welche Aussagen werden
17:08
deutlich? Das haben wir ja in der
17:09
zweiten Spalte eben formuliert. Dann die
17:12
Einfälle des Autos haben wir besprochen.
17:14
Was ist ungewöhnlich? Was unterstützt
17:16
auch die Aussagen? Spalte vierdern. Was
17:19
fällt mir dazu ein? wichtig für die
17:21
Stellungnahme und wir werden versuchen
17:23
dann auch an anderen Kurzgeschichten das
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zu zeigen und dann darüber auch noch
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hinauszugehen, was den Kurzgeschichten
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Charakter angeht und ähnliche Dinge. Vor
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allen Dingen auch natürlich ganz wichtig
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hier auch das sind Diskussionspunkte
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und das ist ja auch immer wichtig, damit
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der Geschichte was anfangen kann und
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dann hier unten eben dann das ist die
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Seite, die legen wir bei den Infos ab
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und packen auch einen Button da oben
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hin. Dort Korrekturen, eventuell dann
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Ergänzungen, hoffentlich Ergänzungen,
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wenn eben Fragen und Anregungen kommen,
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auf die wir auch antworten können. Auf
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jeden Fall hoffen wir, dass deutlich
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geworden ist. Dies war ein erster
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Schritt auf dem Weg zu einem sicheren
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Gefühl, wenn man das Gipfelkreuz der
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Kurzgeschichten Analyse und
18:05
Interpretation erreichen will. Wir
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wünschen auf jeden Fall viel Erfolg. M.
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