Neu: Our life lesson ;-) Mit Goethe auf den Mount Everest: Es kommt auf die "Entscheidung" an
May 12, 2026
Mit Goethe zum Mount Everest — oder: Warum manchmal eine „Entscheidung" besonders wichtig ist
Goethes Faust und Reinhold Messner — was haben die beiden miteinander zu tun? Mehr als man denkt.
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In diesem Video zeigen wir, dass große Literatur keine Museumsstücke sind, sondern Lebensklugheit enthält, die heute noch genauso gilt wie vor 200 Jahren. Ausgangspunkt ist Fausts berühmte Krise: alles studiert, alles gewusst — und trotzdem leer. Sein Weg aus dieser Krise führt ihn über die Osterglocken, die zwei Seelen in seiner Brust und schließlich in einen Pakt mit dem Teufel, bei dem er buchstäblich alles riskiert.
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Das Erstaunliche: Genau dieses Prinzip — volles Risiko für ein außergewöhnliches Ziel — taucht 1980 wieder auf, als Reinhold Messner als erster Mensch den Everest ohne Sauerstoff besteigt. Die Ärzte warnten. Er ging trotzdem. Ohne Sauerstoff zur Sicherheit.
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Was das mit unserem Alltag zu tun hat, zeigt eine kurze Parabel von Lars Krüsand: ein Wüstenwanderer, verlockende Aussichten hinter dem Horizont — und die entscheidende Frage, was man tut, wenn man den Punkt erreicht, wo das Wasser zur Rückkehr gerade noch reicht.
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Am Ende bleibt eine einfache, aber nützliche Faustregel — für alle, die irgendwann ein Angebot bekommen, das sie ins Grübeln bringt.
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Die Dokumentation zum Video ist hier zu finden. https://textaussage.de/our-life-lesson-mit-goethe-zum-mount-everest
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0:00 Intro – Was ist „Our Life Lesson"?
0:34 Thema: Warum Goethe zum Mount Everest führt
1:00 Das Bild: Faust & Wagner mit Sauerstoffflasche
1:55 Fausts Ausgangslage: der berühmte Klageruf
3:17 Der Erdgeist – und Fausts Entscheidung zur Giftflasche
4:04 Die Rettung: Osterglocken in der Nacht
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Ja, heute wir was Neues probieren. Wir
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nennen das Our Life Lessen. Gemeint ist
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damit, dass wir irgendetwas erlebt
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haben, uns irgendetwas klar geworden
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ist, was uns eine Erfahrung vermittelt
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hat, die gehen wir gerne weiter. Und
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heute geht es mit Gote zum Mount
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Everest. Das wird ein bisschen staunen
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erregen. Das macht aber auch nichts. Wir
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wollen einfach zeigen, dass so ein
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Klassiker hier durchaus etwas mit
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unserem heutigen Leben zu tun hat. Z.B.
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mit dem Mount Everest wie angedeutet.
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Und dabei geht es vor allen Dingen
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darum, dass eine Entscheidung besonders
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wichtig wird zum richtigen Zeitpunkt,
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dass man auch seine Ziele erreicht und
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dabei nicht zu viel aufgibt. Hier oben
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ganz kurz zu der Blume ist gefragt
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worden, die nehmen wir einfach nur ganz
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gerne, weil wir mal gesehen haben, wie
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eine Blume sich durch diese Bretterwand
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durchgewühlt,
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durchgearbeitet hat und das fanden wir
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so toll, dass wir das ganz gerne so als
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unser Logo da gewissermaßen nehmen. Dann
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steigen wir jetzt mal direkt ein. Ja,
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dann schauen wir uns mal die ersten
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beiden Schritte an. Hier haben wir
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natürlich zunächst einmal mal eben
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umstellen hier. So, dann können wir noch
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ein bisschen zeichnen hier. Hier haben
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wir den Einstieg. Das Bild kennen wir
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schon ein bisschen. Jetzt schauen wir es
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mal genauer an. Wir sehen also hier, das
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ist dieser Gehilfe von
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Faust in Götes Drama und der braucht
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eben hier eine Sauerstoffflasche,
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weil er absolute Sicherheit braucht,
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wenn er hier in den Büchern stöbert. Wer
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weiß, was die alles da enthalten noch an
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Stoffen und so weiter. Und dann haben
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wir Göte hier natürlich nichts, Faust
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und der blickt nach oben. Eigentlich
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müsste er natürlich in die andere
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Richtung blicken, weil das hier oben
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natürlich Meephisto ist, der ihm
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hinterher ein fantastisches Angebot
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macht. Und bei ihm wird sich zeigen, er
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verzichtet auf jede Sicherheit, auch auf
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die Sauerstoffflasche. Und jetzt gehen
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wir das mal ganz kurz durch. Also unser
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Ansatz ist ja tatsächlich, dass wir ein
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bisschen dagegen kämpfen wollen, dass
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man Klassiker eigentlich nur für eine
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Angelegenheit des Deutschunterrichts
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hält oder in Bibliotheken und so weiter.
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Die hätten nichts mit uns heute zu tun
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und das ist für uns ganz anders, wie wir
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jetzt gleich zeigen werden. Wir
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überprüfen das am Beispiel eben hier von
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Götes Faust. Dabei werden erstaunliche
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Ergebnisse herauskommen und diese
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Sauerstoffflasche, die wir schon
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mehrfach erwähnt haben, die wird aber
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eine besondere Rolle spielen. Wir haben
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schon angedeutet, in welche Richtung das
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geht. Wenn man nun wissen will, wie Gote
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zum Mount Everest kommt, dann braucht
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man natürlich nicht Gotte. Ja, Göte auch
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natürlich als Verfasser äh von äh dieses
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Dramas. Dann braucht man die
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Ausgangslage natürlich und die meisten
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kennen den Klageruf, den dieser Fauster
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am Anfang raushaut. Habe nun ach alles
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studiert und so weiter und immer weiß
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ich noch nicht, was die Welt im
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Innersten zusammenhält. Das will ich
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wissen. Und dann wir kürzen das jetzt
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ein bisschen ab, was er dann macht.
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Typisch für frühere Jahrhunderte. Der
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Gelehrte wendet sich den geheimnisvollen
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Kräften der Magie zu. Das war auch zur
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Götezeit noch durchaus normal, dass man
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da ein bisschen auch, wenn es die der
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Realismus war und die Aufklärung und so
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weiter, man hatte durchaus noch ein
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Interesse an Magie und dann taucht ein
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Erdgeist auf bei Faust, nicht bei Gote
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und macht ihm brutal klar. Als
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menschlicher Gelehrter, als Mensch ist
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er gegenüber dem Geist. Nichts
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riesengroß erscheint er da und das
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natürlich hammerhart für einen
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selbstbewussten Gelehrten. Und ähm Faust
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ist es Leid, er sieht keine Hoffnung
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mehr, er will sich aber seine
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Manneswürde bewahren, wie das in
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Faustern heißt. Und darum will er zur
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Giftflasche greifen. Und wir sagen jetzt
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schon, bevor wir zum nächsten Clip
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übergehen, Gott sei Dank, es geht gut
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aus.
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Dann schauen wir mal, was da passiert
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ist. Wir haben also hier die Giftflasche
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und glücklicherweise
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gibt es hier dann plötzlich diese
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Osterglocken. Es ist nämlich zufällig
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die Nacht vor Ostersonntag und bevor
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Faustern den ersten Schluck nehmen kann,
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hört er diese Osterglocken und wird
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nachdenklich.
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Die negative Reaktion, die Botschaft
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höre ich wohl. Allein mir fehlt der
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Glaube. Auf gut Deutsch, ich bin ein
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aufgeklärter Wissenschaftler.
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Kirchenlehren sind nicht so mein Ding.
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Aber dann brechen bei ihm erstmal so
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Gefühle aus der Kindheit durch. Ostern
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gleich, Frühling, gleich neues Leben,
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nichts wie raus. Und das macht er dann
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auch in dieser berühmten Szene vor dem
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Tor. Das hätten wir jetzt hier ein
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bisschen bunter gestalten äh sollen oder
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gestalten lassen sollen. Dieses Bild,
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das sind viele Leute unterwegs und die
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feiern auch ein bisschen und dann sieht
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er zum ersten Mal, wie das bei den
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Menschen wirklich aussieht, das echte
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Leben, nicht nur in der Studiube sitzen.
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Es gibt also auch ein Leben außerhalb
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dieser Stube, aber im Hintergrund bleibt
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die Sehnsucht nach wirklichem
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Verständnis der tiefsten Geheimnisse des
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Lebens. Aber jetzt nicht nur, was die
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Welt im Innersten zusammenhält, sondern
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jetzt möchte er auch wissen, was ist
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denn mit den Menschen los, mit der
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gesamten Menschheit? Und er erklärt
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seinem Assistenten Wagner, die mit der
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Sauerstoffmaske da, zwei Seelen wohnen
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in mir. Das normale Leben, das du hier
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siehst, der Augenblick, die Freude, aber
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halte dich von dem zweiten fern. Das
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quält dich, da bist du ganz unglücklich.
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Das zerreißt dich. Das ist die alte
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Sehnsucht nach dem Absoluten und die
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wird gefährlich. die quält ein eben. Äh
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und jetzt braucht er etwas, was ihn da
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rausholt und jetzt taucht gleich
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Meephisto auf und der wird sein
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gebrochenes Herz dann oder gespaltenes
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Herz zumindest kurzzeitig ein bisschen
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auf eine neue Ebene heben.
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So, wir sind also jetzt im Übergang
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hier von dieser ganz schwierigen
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Situation.
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Moment, das klappt natürlich jetzt
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nicht. So, und jetzt landen wir bei
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Mefisto und der scheint ihm das Problem
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zu lösen, dem Faus oder zumindest ihm
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ein Angebot zu machen. Schauen wir uns
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das mal hier unten an. Also hier haben
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wir jetzt das Bild nur noch Mefisto
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erscheint da plötzlich. Faust guckt
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immer noch in die verkehrte Richtung,
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aber das macht nichts, denn jetzt ähm
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ist er bereit, dieser Meephisto, ihm
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alle seine Wünsche zu erfüllen. Die
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teuflische Bedingung dabei natürlich,
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ich diene dir, ich Meephisto, diene dir
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in diesem Leben. Findest du einen
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Augenblick wirklich eines Tages schön
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bis endlich zufrieden? Schluss, dann
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dienst du mir in der Hölle.
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Faust ist skeptisch, aber sein Problem
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ist weniger die Hölle. Da macht er sich
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keine großen Gedanken drum, als die
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Sorge, dass Mephisto es sowieso nicht
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schafft, ihn glücklich zu machen und ist
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bereit, volles Risiko zu gehen. Schauen
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wir uns einen anderen Mann mal an, der
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in der Realität bereit war, das
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größtmögliche Risiko zu einzugehen.
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Und das ist wie gesagt Reinhold Messner
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hier, der auf den Gipfel, so jetzt haben
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wir es wieder, der auf den Gipfel des
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Mount Everest will, ne? Und das ist eine
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Höhe, wo man normalerweise Sauerstoff
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braucht, aber dieses Sauerstoff, diesen
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Sauerstoff lässt er unten im Basislager,
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weil er beweisen will, ich kann auch
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einfach als Mensch mit meiner Lunge da
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oben hin. Die Ärzte haben gesagt, es ist
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gefährlich. Es kann sein, dass da oben
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dein Gehirn nicht mehr richtig
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funktioniert. Du kommst dann überhaupt
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zurück, dann wirst du dich selbst nicht
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mehr wiedererkennen. Also maximales
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Risiko. Äh, aber es ist gut gegangen.
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Äh, schauen uns das hier noch mal ganz
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kurz an. Das haben wir alles jetzt
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eigentlich schon aufgeführt und damit
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können wir uns jetzt auf die
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Gemeinsamkeit konzentrieren. Was Gohte
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in seinem Drama bei Faust zeigt, den
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unbedingten Willen etwas zu erreichen.
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auch wenn es einen das Leben kostet und
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in seinem Fall das ewige Leben jetzt in
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der Vorstellung des Christentums damals
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gibt es auch in unserer Zeit noch und
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Rund Messner ist für uns also ein
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Paradebeispiel dafür, dass jemand alle
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Grenzen überschreiten will, auch wenn
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das möglicherweise ihn das Leben kostet
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oder zumindest die geistige Gesundheit.
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Er hat es trotzdem gewagt. Damit haben
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wir schon mal gezeigt, wie man mit Gote
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Faust zum Mount Everest kommt. Und jetzt
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taucht die Frage auf, was hat das denn
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mit uns zu tun? Denn kaum jemand von uns
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wird wahrscheinlich noch mal einen
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solchen höchste Berg der Erde ist ja
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ohne Sauerstoff bereits bestiegen
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worden. Also gespannt sein, was wir
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jetzt uns haben einfallen lassen, so
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dass es jeden betrifft. Ja, dann kommen
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wir jetzt mal zu unserem Alltag hier.
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Wer denkt nicht mein Thema, ich will
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nicht auf den Everest, der sollte an den
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ganz normalen Alltag denken. Wie viele
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haben schon verlockende Angebote
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bekommen und das wurden dann auch ihre
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Ziele. Sie wollten unbedingt das noch
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haben, das noch machen, das erreichen
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und sind dann nicht rechtzeitig
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ausgestiegen nach dem Motto, jetzt habe
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ich schon so viel da reingesteckt, jetzt
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muss ich dabei bleiben und das kann dann
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auch manchmal ziemlich übel ausgehen.
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Und eine kleine Geschichte hält diese
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Lehre, also rechtzeitig auszusteigen.
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Eventuell auch eine wichtige
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Lebensweisheit hat sie in eine Erzählung
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verwandelt mit einem Fragehöhepunkt.
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Diese Sachen haben wir schon besprochen,
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ne, dass da überall letztlich die Frage
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ist, wie viel Risiko will man eingehen?
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Und da muss man dann überlegen im
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richtigen Moment und um den geht's
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gleich mit Sauerstoff
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mitgehen oder ohne Sauerstoff mitgehen
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mit vollem Risiko oder in Sicherheit.
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So, die Parabel von Lars Krüsand geht so
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und sie macht auf beeindruckende Art und
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Weise deutlich, wie so ein Moment
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aussehen kann. Die Geschichte heißt
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Entscheidung. Gewiss, du lebst in einem
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mäßigen Land. Fausra Messiland
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ist Professor, aber nicht zufrieden.
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Messner hatte schon viele Berge
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bestiegen, hätte es damit sein lassen
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können, aber das Leben ließe sich dann
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nur ertragen, viel mehr aber auch nicht.
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Und solche Leute wollen mehr. Und was
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tust du, wenn man dich an den Rand der
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Wüste führt? oder bei Messner er selbst
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bis an den Rand der Wüste oder in seinem
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Falle des Mount Everest geht und hinter
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diesem Horizont ganz oben liegt ein
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gelobtes Land. Nun gut, in dieser
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Geschichte, du hast dich zur Reise
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entschlossen, folgst dem also deinem
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Ziel. Deine Kamäle Kamäele sind mit
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Wasserschläuchen wohl beladen. In der
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Wüste ganz wichtig. Jetzt kommt die
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entscheidende Frage: Was aber tust du,
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wenn die Linie erreicht ist, wo das
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Wasser auf dem Rücken deiner Kamele zur
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Rückkehr gerade noch reicht? Ab jetzt
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beginnt gewissermaßen die potentielle
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Todeszone oder auch die Zone, wo dann
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ein Investment sich nicht mehr lohnt,
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man zu lange in einer Situation bleibt,
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in einer Firma oder was auch immer. Es
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gibt 1000 Möglichkeiten. Immer sind da
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Risiken. Die Frage ist, wo ist das
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größere Risiko? Im Verzicht oder im
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Durchhalten? Und nun zu unserem Fazit am
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Ende Klassiker und auch moderne
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Literatur, denn Lars Krüsand ist ja ein
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moderner Schriftsteller haben mehr zu
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bieten als reines Bildungswissen. Wenn
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jemand ein Angebot macht, das über die
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Wüstenwassergrenze hinausgeht, wie wir
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sie eben beschrieben haben, kann man
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geheimnisvoll reagieren mit, ich glaube,
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es ist jetzt Zeit für Sauerstoff.
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Übrigens ein kleiner Tipp, ne, in
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solchen schwierigen Situationen, wo man
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sagt, ich mache nicht mehr weiter mit,
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da ist das manchmal von Vorteil, wenn
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man etwas rätzt, nicht einfach sagt,
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nein, ich mach's da nicht mehr mit,
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sondern man reagiert etwas ausweichend.
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Auch das gehört ja zur Parabel, dass man
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von hinten rum an die Sache rangeht und
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dann denkt, ah, was meinst du damit und
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so weiter. Und dann kann man ihm erstmal
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die Geschichte erzählen oder auch auf
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Faust eingehen oder Messner und so
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weiter und sagen, für mich ist hier der
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Punkt erreicht, wo ich mein Gehirn auf
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jeden Fall sicher behalten möchte und
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darum nicht bereit bin mit dir zusammen
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bis zum Endpunkt zu marschieren, wo wir
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nicht wissen, was dabei herauskommt.
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Manchmal ist Sicherheit wichtiger als
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als unkalkuliertes Risiko. Also jeder
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sollte angeregt jetzt sein, selbst über
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die Seele nachzudenken. Und wir würden
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uns freuen, wenn wir gezeigt haben, dass
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hier Göte
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über
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den kleinen Abzweich Messner und Mount
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Everest gesehen hat, dass auch die alte
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Literatur immer etwas durchaus hat, was
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uns heute noch helfen kann. Und für ein
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Deutschen Unterricht wäre es natürlich
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schön, wenn man sich häufiger darum
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bemüht, diese Dinge auch in unserem
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Leben in eine Beziehung zu versetzen.
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Wir versuchen das ja auf unserem Kanal
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und hoffen, dass das hier gut gelungen
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ist und wünschen auf jeden Fall allen
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viele gute Erfahrungen mit Literatur und
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auch guten Ratschlägen anderer Ja.
#Jobs & Education
