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Weimarer Klassik. Die Grundideen von Goethe und Schiller - gezeigt an Zitaten aus drei Gedichten
Jan 5, 2026
Wir zeigen in 8 Minuten, wie man mit drei Gedichten die wichtigsten Ideen der Weimarer Klassik begreifen kann.
Die Dokumentation ist hier zu finden:
https://textaussage.de/die-grundideen-der-weimarer-klassik-gezeigt-an-drei-gedichten
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00:00 – Einstieg: Bus verpasst, Profi Freistein hilft
00:24 – Thema des Videos: Weimarer Klassik in 5+x Minuten
00:48 – Drei Gedichte als Klausurfavoriten
00:57 – Erstes Gedicht: Goethe „Das Göttliche“ (1783)
01:14 – Realität statt Sturm-und-Drang-Gefühl
01:34 – Natur als ungerecht und blind
01:52 – Der Mensch ahnt höhere Wesen
02:05 – „Edel, hilfreich und gut“
02:32 – Bildung als Selbstverbesserung
02:48 – Fähigkeiten des Menschen im Gedicht
03:20 – Vorbildfunktion des edlen Menschen
03:37 – Übergang zu weiteren Gedichten
03:42 – Zweites Gedicht: Natur und Kunst
04:03 – Natur und Kunst als doppelte Anziehung
04:30 – Redliches Bemühen und Anstrengung
04:36 – Beschränkung als Voraussetzung von Meisterschaft
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So, wir zeigen mal wieder, wie zwei
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Schüler das Glück haben können, dass sie
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ihren Bus verpassen und dafür unseren
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Profi Freistein treffen, denn der hat
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dann immer schnell mal auf seinem Tablet
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einen Tipp bereit. Wir wollen eigentlich
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das in 5 Minuten erledigen, aber wir
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wissen, dass wir das nicht schaffen,
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aber wir müssen uns das wenigstens
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vornehmen und darum 5 + x wir halten es
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aber möglichst kurz. Es geht diesmal um
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die Klassik, die Epoche, also Weimaraer
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Klassik. Die wichtigsten Gedichte, die
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stellen wir hier nicht alle vor, die
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haben wir auf der Webseite, auf die wir
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verweisen. Gut, für Klausurvorbereitung
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ist es auf jeden Fall, wenn man das
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Wichtigste schon mal begriffen hat und
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auch an drei Gedichten gezeigt bekommen
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hat. Die werden wir natürlich hier auch
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nur in Auszügen kurz vorstellen.
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Und das sind dann unsere
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Klausurfavoriten, wobei das dritte
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Gedicht ziemlich lang ist, aber das wird
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normalerweise auf die ersten beiden
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Strophen gekürzt. Dann legen wir doch
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einfach mal los. Dann schauen wir uns
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das erste Gedicht mal an. Das ist hier
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Göthe, das Göttliche 1783, ne? Also kurz
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vor seiner Italienreise, als es dann bei
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ihm richtig abging. Aber die Ideen der
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Klassik waren natürlich schon
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vorgeprägt. Und man kann hier folgendes
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feststellen, wir haben das von unten
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nach oben hier jetzt aufgebaut.
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Dann sieht man nämlich, wie das hier
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sich entwickelt. Der Ausgangspunkt ist
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bei ihm wirklich die Realität, nicht wie
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im Sturm und Drang, Aufruhe, Chaos,
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Gefühle, ganz egal was rauskommt. Und
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wenn das bei Werte auch dann im
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Selbstmord endet, dann die Feststellung
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von Gote, unfühlend ist die Natur. Das
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kennt jeder, dass das Schicksal manchmal
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so blind zuschlägt, ne? Der eine bekommt
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etwas und der andere bekommt das
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Gegenteil von dem, was er sich wünscht
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oder ihm wird Leid zugefügt.
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Und jetzt ist die Frage, was soll ist
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der was mit den Menschen los? Und das
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entscheidende ist, der Mensch ahnt
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zumindest höhere Wesen. Die sieht er
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nicht, die kennt er nicht. Trotzdem soll
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er ihnen gleichen. Und ganz am Anfang
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hat Gohe dann auch schon gesagt, ne, er
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soll edel, das haben wir vergessen hier
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hinzuschreiben, edel, hilfreich
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und gut sein. Das sind so drei Wörter,
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die das zusammenfassen. Und das führt am
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Ende dazu, dass die Menschen auch an die
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Götter glauben können, weil sie das
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Göttliche von den Göttern eben sehen in
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den Menschen, die gute edle Menschen
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sind. Es geht letztlich um Bildung,
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nicht im Sinne von Wissenserwerb, Abitur
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machen oder so etwas, sondern sich
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selbst verbessern. Und Gotte hat mal
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gesagt, dass er an der Pyramide des
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eigenen Lebens arbeiten will, immer
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weiter hochkommen, aber nicht nur für
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sich Karriere machen, sondern eben
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edelhilfreich gut auch für andere. Er
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führt dann einige Dinge im Gedicht
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auf, die der Mensch eben kann. Er
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vermagt das Unmögliche bis zu einem
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bestimmten Punkt. Er kann unterscheiden
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zwischen richtig und falsch.
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dementsprechend auch wählen und richten
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und dann vor allen Dingen kann er dem
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Augenblick Dauer verleihen, z.B. indem
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er dieses Gedicht geschrieben hat. Er
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kann heilen und retten, so soll er mit
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seinen Mitmenschen umgehen und er kann
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alles irrende, schweifende, nützlich
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verbinden. Das werden wir Herr
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Baschiller noch sehen, dass der das
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etwas weiter ausbaut. Und da oben haben
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wir das noch mal. Der edle Mensch sei
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hilfreich und gut. Er soll das
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Nützliche, das rechte äh eben schaffen
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und ein Vorbild der geahnten Wesen sein.
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Das ist das entscheidende, was man
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diesem Gedicht entnehmen kann. Und wir
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schauen jetzt mal die anderen beiden
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Gedichte an, was da noch hinzukommt.
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Ja, schauen wir uns jetzt ein zweites
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Gedicht äh an. Da geht's nämlich jetzt
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um die Kunst
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Natur, das was natürliche Menschen etwas
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raus will wie im Sturmdrang äh und die
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Kunst, sie scheinen sich zu fliehen.
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Auseinander geht das Ganze, aber er
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stellt in seinem Leben eben fest beim
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Übergang zur Klassik, die scheinen mich
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in gleicher Weise anzuziehen. Also die
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Natur ist für Göte ganz wichtig, aber
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eben auch die Kunst. Aber Voraussetzung
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ist eben redliches Bemühen, sich
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anstrengen und zwar mit Geist, mit
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Verstand und Fleiß uns an die Kunst
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gebunden, mag frei Natur im Herzen
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wieder glühen. Das heißt, man sieht hier
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beide Dinge müssen zusammenkommen bei
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Göte und dann kommt etwas Wichtiges. Wer
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großes will, muss sich zur RAM
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zusammenraffen. Das ist also durchaus
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mit Anstrengung verbunden. In der
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Beschränkung zeigt sich erst der
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Meister, das ist typisch für Göthele.
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Das mögen nicht alle bei ihm auch so,
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dass er am Endeem sagt, man muss sich
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beherrschen, beschränken, auch sich in
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das Gesetz fügen. Mit Gesetz ist das
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gemeint, was eben nützlich und notwendig
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ist für einen selbst und auch anderen
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dient. Und das kann uns Freiheit geben.
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Das ist also jetzt Gotes Vorstellung von
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der Kunst. Kommen wir nun zum dritten
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Gedicht. Da beschäftigt sich Schiller
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jetzt auch auf seine Art und Weise mit
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den Künstlern und ist ein riesenlanges
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Gedicht. Die ersten zwei Strophen sind
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meistens ausreichend, um wichtiges zu
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verstehen. Aber wir haben die
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wichtigsten Textstellen herausgesucht.
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Die Kunst, oh Mensch, hast du allein.
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Das ist also eine Besonderheit des
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Menschen. Von ihrer Zeit verstoßen
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flüchte die ernste Wahrheit zum
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Gedichte. Man sieht also, dass die Kunst
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auch so ein Fluchtort ist äh für
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Wahrheiten, die die Leute nicht hören
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wollen, z.B. Und dann nur durch das
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Morgentor des Schönen drangst du in der
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Erkenntnis Land. Das heißt, Schiller ist
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eben der Meinung, das Schöne bringt den
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Menschen auch zum zur Erkenntnis und
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darüber kann man sicherlich lange
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streiten. Was wir als Schönheit hier
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empfunden, wird einst als Wahrheit uns
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entgegengehen. Also ein sehr großer
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Optimismus, äh was die Kunst eben und
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das Schöne angeht und malt mit
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lieblichem Betruge Elysium, also eine
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schöne Himmelswelt auf die Kerkerwand
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des Menschen auch. Damit macht er
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deutlich, dass die Kunst natürlich auch
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den Menschen erheben kann über das
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Elend, in dem er sich im Augenblick
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befindet. Und dann die Mahnung der
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Menschheit Würde ist in eure Hand
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gegeben, die der Künstler bewahret sie.
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Sie sinkt mit euch. Mit euch wird sie
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sich heben. Also eine ganz große
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Verantwortung. Und da sieht man schon,
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dass es hier Gemeinsamkeiten gibt
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zwischen Gothe und Schiller. Und die
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werden wir gleich dann zusammenfassen.
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Ja, dann fassen wir das alles mal hier
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zusammen.
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Ausgangspunkt bei Gote war ja, die Natur
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ist grausam, ungerecht voller Willkür.
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Und bei Schiller, der stellt eben fest,
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die Menschen waren sind unreif für gute
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Politik. Siehe französische Revolution.
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Man sieht also beide haben einen
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gemeinsamen Ausgangspunkt. Sie sagen,
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die Wirklichkeit ist da, sie muss ernst
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genommen werden, aber sie reicht nicht,
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wir müssen da etwas tun. Und darum sagt
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er, der Mensch kann edel sein,
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göttliches Einbringen, also das ein
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bisschen ausgleichen. Dann er kann alles
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schweifende nützlich verbinden in der
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Kunst. Bei Schiller ist es die Kunst
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sichert eine verstoßene Wahrheit,
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ermöglicht sie auch. Dann die klassische
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Kunst ist für Göte ganz klar die
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Verbindung von Natur und Regeln nötig,
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das redliche bemühen.
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Und äh bei den bei Schiller ist es eben
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so, die Künstler bewahren der Menschheit
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würde und darum werden sie auch ermahnt.
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Bei Göte heißt es dann, die Freiheit
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bekommt man am Ende durch ein inneres
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Gesetz, also das der Bildung. Und ähm
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Schiller ist eben in besonderer Weise
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der Meinung, dass äh die Menschen eine
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ästhetische Erziehung brauchen, also
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durch Literatur, durch Gedichte, durch
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Kunst und besonders durch das Theater.
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Und das ist sicherlich eine Sache, die
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man lange diskutieren kann, ob das
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wirklich so funktioniert äh hat. Aber
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das war zumindest hier der Anspruch. Wir
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hoffen, dass wir hier einigermaßen an
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den Auszügen aus den drei Gedichten klar
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machen konnten, worauf es ankommt. Hier
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unten hat man im Prinzip die Verbindung
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und hier haben wir dann auch jetzt etwas
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klein hier äh die Webseite, wo wir das
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ablegen. Wir werden dort Korrekturen,
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Ergänzungen, wir freuen uns über Fragen,
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wo wir das ergänzen können, aber vieles
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gibt es natürlich jetzt auf der Website,
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auf die wir da verweisen. Und am Ende
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wie immer werden wir hier oben hier
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einen Button ablegen, den man einfach
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nur anklicken muss. Wir hoffen, dass das
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etwas gebracht hat als Grundverständnis
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und wünschen auf jeden Fall viel Erfolg.
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Und auf die Gedichte im Einzelnen gehen
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wir dann auf der genannten Seite ein und
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stellen die auch näher vor.
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