Zur Frage der Religion(en) - Tipps von Goethe "Das Göttliche" und Lessing (Ringparabel-Mittelteil)
Jul 6, 2026
Wann und wo immer über Fragen der Religion gesprochen oder auch gestritten wird, da können zwei Zitate von Goethe und Schiller hilfreich sein.
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Der Auszug aus dem Gedicht „Das Göttliche“ Macht deutlich, in welcher Situation wir Menschen sind und wie wir sie zumindest in unserem unmittelbaren Umfeld menschlicher und damit im Sinne Goethes auch göttlicher gestalten können.
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Lessing liefert in seinem Theaterstück „Nathan der Weise“ wichtige Hinweise zur Beziehung zwischen Menschen und ihrer religiösen Grundauffassung. Für uns ist das der interessanteste Teil eigentlich der Ringparabel.
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Wir hoffen, dass diese beiden Textstellen gute Anregungen geben zu einem besseren Verständnis religiöser Grundfragen.
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Die Dokumentation zum Video ist hier zu finden. https://textaussage.de/goethe-und-lessing-zwei-impulse-in-richtung-toleranz-in-fragen-der-religion
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Ja, mal wieder die Situation an der
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Bushaltestelle. Der Bus ist weg. Unser
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Profi Freistein sitzt da genauso wie ein
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Schüler und eine Schülerin und es geht
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um die Frage von Religion. Das steht im
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Augenblick an im Unterricht auch die
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Frage der Toleranz. Wie kann man dort
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gute Ideen einbringen? Und wir tun jetzt
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heute mit Hilfe eines Denkanstoßes von
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Gote und von Lessing. Ja, lange her,
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aber immer noch gute Ideen, über die man
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zumindest nachdenken könnte. Und das
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machen wir jetzt einfach mal. Schauen
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wir uns als erstes mal an, was Göte in
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seinem Gedicht das Göttliche denn
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anbietet. Hier ist die Adresse, die wir
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natürlich auch unterbringen bei den
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Infos zum Video und da gibt es ein
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Minimalangebot.
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Und zwar Gothe sagt am Anfang, ja, edel
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sei der Mensch, hilfreich und gut. Das
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sind natürlich schöne Ziele. Nur warum,
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wieso, wie soll das gehen? Und er bringt
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einen entscheidenden Gedanken. Er sagt
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nämlich: "Leute, schaut mal um euch rum.
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Die Natur, das was euch umgibt, ist
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unfühlend.
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Die Sonne leuchtet über böse und gute
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Menschen und Mond und Sterne leuchten,
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glänzen für den Verbrecher wie für den
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Besten. Das heißt also, um uns herum in
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der Welt gibt es nur so etwas wie
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Schicksal und jetzt kommt es darauf an,
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was der Mensch tun kann. Und hier heißt
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es jetzt plötzlich nur allein der Mensch
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vermagt das Unmögliche.
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Ja, das ist natürlich etwas schwierig,
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aber ein Ziel heilen, retten, alles
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irrende, überall da, wo Unklarheit ist,
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schweifendes, wo man keine klaren
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Konturen erkennen kann, dort kann man
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das nützlich verbinden.
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Und das heißt letztlich, wir haben das
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hier mal jetzt so zusammengefasst, falls
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unser Gerät das hier jetzt hinbekommt.
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Der Mensch kann göttliches im Sinne von
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positiv menschliches um sich verbreiten.
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Es ist in ihm und Gote geht davon aus,
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dass in allen Menschen eben auch etwas
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positives drin ist, was sie aus sich
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herauslassen und in ihrer unmittelbaren
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Umgebung verbreiten könnten. Und das ist
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etwas, was jeder Mensch sich einfach mal
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überlegen sollte. Die Götter kennen wir
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nicht oder da gibt's auch
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unterschiedliche Meinungen darüber in
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den verschiedenen Religionen. Aber was
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wir tun können in unserem unmittelbaren
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Umfeld können wir positives bewirken.
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Schauen wir uns jetzt an, was Lessing in
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seinem Drama Nathan der Weise im dritten
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Akt in der siebten Szene. Auch hier
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unten haben wir natürlich den Link, so
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dass jeder da mal nachschauen kann, was
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der da anzubieten hat. Und zwar geht es
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grundsätzlich darum, dass da ein Jude
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namens Nathan in der Zeit der Kreuzzüge
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zwischen alle Fronten gerät. Da gibt es
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den muslimischen Sultan, der wiederum
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bedroht wird durch christliche
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Kreuzritter. Ist gerade eine entspannte
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Situation. Es kann jederzeit wieder
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losgehen. Und der stellt nun dem Juden
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die Frage, welche Religion ist die
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richtige? Ganz schön gefährlich. Und
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Nathan rettet sich jetzt in eine
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Geschichte. Das ist die berühmte
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Ringparabel. Eine Parabel ist ja eine
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Geschichte, in der etwas erzählt wird,
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was man dann übertragen kann. Und diese
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Ringe stehen für die drei Religionen und
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sie sind nicht zu unterscheiden. Ja, ein
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Vater gibt den Besten immer an den Sohn,
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der ihm am besten gefällt. Und jetzt hat
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er drei, die er in gleicher Weise gut
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findet. Also macht er einfach noch zwei
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weitere Ringe. Einer davon ist also in
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der Geschichte nur echt. Die drei
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bekommen. Das gibt natürlich dann
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entsprechend Streitigkeiten hinterher.
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Aber das Interessante ist, dass in
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dieser Parabel gibt es in der Mitte ein
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kurzes Gespräch zwischen dem Sultan und
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Natan.
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Und da fragt er jetzt, sag mal, also mit
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den Ringen alle sind gleich oder so?
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Nee, du sagst doch selbst, einer ist der
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Richtige. Ja, Islam, Judentum und
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Christentum. Ja, und er als Moslem
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natürlich erwartet sicherlich, ne, dass
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da die richtige Entscheidung getroffen
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wird und die unterscheiden sich auch
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doch stark. Was bist du mit deinen
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Ringen da? Und Nathan macht jetzt etwas
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ganz Interessantes. Wir werden das nicht
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im einzelnen hier komplett vorlesen,
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sondern wir sagen: "Ja, aber schau dir
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doch mal an, was die Gründe, die
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Ursprünge jeweils der Religionen sind.
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Das ist Geschichte. Da ist etwas
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geschehen mit den Menschen. Das ist
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geschrieben worden. Es ist überliefert.
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Und diese Geschichte muss wohl allein
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auf treu und Glauben angenommen werden.
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Das ist der entscheidende Punkt. Ja, man
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muss das annehmen. Es gibt viele
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Wahrheiten. Welches ist die richtige
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Wahrheit für mich? Und jetzt sagt er
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sich: Wessen treu und glauben zieht man
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denn am wenigsten in Zweifel? Wem glaubt
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man am meisten?
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Und Läing lässt Natan sagen, doch der
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seinen und deren Blut wir sind, das
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heißt unsere Familie z.B., wo wir von
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Kindheit an, wenn es gut läuft, Proben
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der Liebe bekommen haben, nie enttäuscht
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worden, sind natürlich ein sehr ideales
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Bild, aber davon geht Lessing hier aus.
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Und ähm
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so selbst da, wo es manchmal besser
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gewesen wäre, wir wären getäuscht
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worden, man hätte uns nicht die ganze
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Wahrheit über das Leben erzählt, aber
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das war eben für uns heilser. Das hat
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uns in der Entwicklung befördert. Und
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dann sagt er aus der Sicht des 18.
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Jahrhunders. Wie kann ich meinen Vätern
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und wir sagen natürlich heute auch den
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Müttern weniger als du deinen Eltern
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glauben oder umgekehrt kann ich von dir
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verlangen, dass du deine Vorfahren Lügen
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strafst, um meinen nicht zu
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widersprechen oder umgekehrt, das heißt
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auf gut Deutsch. Lessing sagt: "Wir,
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Menschen stehen alle in einer Tradition,
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Erziehung, Kultur, unsere Freunde, alles
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das gehört dazu und dem glauben wir
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erstmal am meisten."
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Und damit macht der Lessing eigentlich
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klar,
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akzeptiert doch überhaupt erstmal, dass
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die Menschen in den verschiedenen
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Kulturkreisen aus verschiedenen
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Traditionen und Religionen kommen und
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dann ist es ganz natürlich, dass man da
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erstmal drin bleiben will, denn alles,
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was einen hat wachsen und groß werden
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lassen, stammt daher. Das heißt also, um
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das zusammenzufassen, wir haben hier
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zwei Angebote. Wir haben einmal das
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Angebot hier von Gothe, der sagt:
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"Leute, wenn wir schon nicht genau
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wissen, was da oben in der Himmelswelt,
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in der göttlichen Welt los ist, wir
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erfahren das nicht direkt, wenn das denn
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so ist, dann können wir zumindest in uns
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selbst hineinschauen und das Positive,
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das Menschliche rauslassen und dann um
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uns herum etwas positiv gestalten."
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Und Ling geht dann einen Schritt weiter
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und sagt, wenn du aber in einer Religion
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lebst, der du vertraust, in der du
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aufgewachsen bist, den entsprechenden
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Glauben hast, dann denk dran, das ist
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auch in Ordnung, erstmal in dieser
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Religion zu bleiben, denn alles, was
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dich hat groß werden lassen, was sich
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gebildet hat, was sich wachsen hat
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lassen, das kommt alles daher. Wenn man
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das berücksichtigt zwischen den
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Religionen würde Lessing jetzt sagen,
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dann können Religionen auch besser
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miteinander auskommen. Das lohnt sich in
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der Geschichte immer dort nachzuschauen,
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wo Religionen friedlich miteinander
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ausgekommen sind. Und das sind
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eigentlich die beiden Ratschläge, die
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man hier bekommt zur Frage der Religion.
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Einmal von Gote, einmal von Lessing und
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wir legen das auf dieser Seite ab. Dort
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auch Ergänzungen, Korrekturen, Antworten
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auf Fragen, die uns erreichen und die
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Website werden wir dann hier am Ende
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natürlich auch mit einem Button
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versehen, sodass man die leicht äh
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anklicken kann. Und wir hoffen, dass wir
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hier zwei Impulse haben weitergeben
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können, die von
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Leuten kommen, die nun wirklich also
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Ansehen in der Geschichte auch haben und
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deren Gedanken können wir diskutieren,
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weiterentwickeln und wir wünschen viel
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Erfolg dabei und ein mehr an Toleranz
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zwischen verschiedenen Auffassungen und
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Religionen. M.
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