Freistein: "Kein Experte, aber überrascht" - Apotheken-"Scherz", Stachelschweine und "Das Göttliche"
Jul 17, 2026
Er gilt als der große Pessimist der Philosophie – aber was, wenn Arthur Schopenhauer eigentlich einfach nur zutiefst verletzt war?
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In diesem Video zeige ich drei ganz persönliche "Punktum"-Momente aus seinem Leben und Denken, die man nicht studiert haben muss, um sie zu verstehen:
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seine schwierige Beziehung zu seiner berühmten Mutter,
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die berühmte Stachelschwein-Parabel über Nähe und Distanz,
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und seine überraschend moderne Idee vom Mitleid, die die heutige Hirnforschung bestätigt. Beyond the books –
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für alle, die Philosophie nicht als verstaubtes Schulfach, sondern als etwas ganz Persönliches erleben wollen.
👉 Mehr dazu auf unserer Doku-Seite: https://textaussage.de/freistein-zwar-kein-experte-aber-schopenhauer
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#Schopenhauer #Philosophie #beyondthebooks
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0:00 Einleitung – Ferien, Freistein und "Ich bin zwar kein Experte, aber..."
1:07 Studium vs. Punktum – Roland Barthes' entscheidender Unterschied
2:44 Punktum 1 – Schopenhauer und seine Mutter
4:00 Punktum 2 – Die Stachelschwein-Parabel
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Ja, in Nordrinwestfalen
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hat es heute Ferien gegeben und wir
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wollen jetzt mal schauen, ob man nicht
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auch noch schöne Dinge entdecken kann,
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wenn es nicht direkt um Schule geht. Und
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darum entwickeln wir jetzt eine kleine
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Videoreihe von Freistein mit dem schönen
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Satz: "Ich bin zwar kein Experte, aber
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was den Philosophen Schopenhauer angeht,
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da gibt es ganz schön spannende Dinge
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und drei haben wir herausgesucht. Man
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stelle sich einfach vor, man sitzt im
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Garten oder irgendwo am im Rande am
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Rande einer Ferienwohnung, liest in
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einem Buch, wir haben uns da eine
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Hörbiographie auf die Ohren gelegt und
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dann sind wir auf spannende Dinge
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gestoßen und dann kann man ja durchaus
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mit Hilfe der KI auf seinem Tablet dann
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schauen, ob man da so weit rankommt,
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dass es einem einfach schon mal reicht.
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Man hat das Gefühl, man hat sich selbst
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ein bisschen gebildet. ganz ohne Stress
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und das schauen wir uns jetzt mal
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genauer an. Wir haben natürlich das mit
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dem Experten hier ganz bewusst
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formuliert. Kein Experte zu sein, dazu
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gehört schon ein bisschen Mut, wenn man
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sich über einen berühmten Philosophen
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z.B. äußert. Wir berufen uns da auf den
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Literaturtheoretiker
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Roland Bartes. Der hat 1980 einen
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wichtigen Unterschied formuliert, der
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wirklich Mut machen kann, denn es gibt
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natürlich das Fachwissenschaftliche,
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das nennt er Studium, gemeint ist damit
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aber das ganze, was zu diesem
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Philosophen gehört. Da muss man fast
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alles gelesen haben, die Diskussionen
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kennen. Da traut man sich überhaupt
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nicht dran. Aber es gibt eben auch dem
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gegenüber das Punktum. Das erinnert so
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ein bisschen an das Punktieren. Ja, wenn
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man irgendwo eine Probe entnimmt, das
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hat etwas mit einem selbst zu tun. Das
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kann ein bisschen Schmerz durchaus auch
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verursachen, aber in unserem Falle hier
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natürlich nicht. Auf jeden Fall ist es
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etwas, was einen persönlich berührt.
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Und das gibt man dann natürlich auch
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gerne weiter, wie wir das hier tun. Man
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kann sich das auch gut auf die Ohren
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legen und dann darüber nachdenken und
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schauen, was es mit einem macht. Auf
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jeden Fall wollen wir allen hier mit Mut
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machen, die das auch mal bei sich
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ausprobieren wollen, sich nicht mit
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einem ganzen komplexen Objekt
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beschäftigen müssen, wo man immer in
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Konkurrenz zu den Experten ist, sondern
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man greift sich etwas heraus, was einen
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selbst berührt und womit man etwas
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anfangen kann. Ja, schauen wir uns unser
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erstes Punktum hier mal an. Da geht es
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um das Verhältnis von Philosophie und
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Biographie. Schopenhauer hatte ein sehr
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schwieriges Verhältnis zu seiner Mutter.
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die war Schriftstellerin
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Johanna Schopenhauer. Und als er ihr
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dann stolz sein Werk zeigte über die
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vierfache Wurzel des Satzes vom
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zureichenden Grunde, das muss man jetzt
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nicht verstehen. Entscheidend ist hier,
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was die Mutter dazu gesagt hat.
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Das ist wohl etwas für Apotheker. Das
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war natürlich ein Donnerschlag für den
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jungen Wissenschaftler und das ist
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sicherlich nicht der einzige Grund
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dafür, dass Schuppenhauer später eine
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sehr negative Sicht auf das Leben
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entwickelte. Das Leben war für ihn
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eigentlich Leiden, aber es zeigt eben
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einen Zusammenhang zwischen Biographie
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und Philosophie. Und grundsätzlich haben
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wir uns eigentlich so eigen gemacht,
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dass wir immer dann, wenn wir mit einer
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großen Theorie vertraut gemacht werden,
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dann fragen wir, warum ist da jemand
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gerade auf diese Theorie gekommen? Wird
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ihre Wirkung nicht etwas dadurch
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eingeschränkt oder ihre Wahrheit, dass
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es eben mit seiner persönlichen
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Geschichte auch etwas zu tun hat und das
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ist viel häufiger, als man sich das so
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vorstellt, der Fall. Unser zweites
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Punktum ist dann eine berühmte Parabel.
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können es auch als Fabel natürlich
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bezeichnen, denn es geht um
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Stachelschweine und an ihnen wird etwas
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gezeigt und wir stellen fest, dass es
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ein schönes Beispiel ist für
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Bildungsinhalte, die man sofort auf das
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eigene Leben anwenden kann und das
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werden wir gleich sehen, dass das viel
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mit unserer gesellschaftlichen Situation
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auch zu tun hat im Betrieb, zu Hause, in
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der Familie, in den Freundschaften und
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in vielem anderen mehr. Schubhau
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beschreibt nämlich mit den
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Stachelschweinen Tiere, die an einem
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kalten Tag zusammenrücken, um sich zu
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wärmen. Ein dringendes Bedürfnis. Der
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Mensch ist eben auch ein
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Gemeinschaftswesen.
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Das wird hier verdeutlicht. Je näher
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sich Stachelschweine aber kommen, desto
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mehr stechen sie sich natürlich auch mit
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ihren Stacheln. Und die Lösung ist dann,
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sie pendeln so lange hin und her, bis
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sie die erträglichste Entfernung
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gefunden haben, wo noch genügend Wärme
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ist. ohne dass man sich verletzt. Und
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damit hat man natürlich ein wunderbares
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Bild, wenn man selbst mal auf der Suche
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ist nach dem richtigen Abstand zu
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anderen Menschen und man kann hier
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einfach anerkennen, dass es das eben
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gibt, ne? In Gemeinschaft hat man sowohl
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das Positive, aber auch das, was trennt
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und womit man dann einfach umgehen muss.
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Kommen wir jetzt zum dritten Punktum.
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Das ist nämlich eine Vorstellung vom
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Menschen, die einen optimistisch stimmen
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kann. Denn bei Schuppenhauer gibt es
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erstaunlicherweise
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nicht nur die durchaus auch negative
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Sicht auf andere Menschen stacheln. Man
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muss sich schützen vor ihnen. Da gibt es
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auch eine Verbindung, die etwas zu tun
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hat mit Mitleid im Sinne von Mitfühlen.
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Und Schopenhauer bricht nämlich mit der
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Vorstellung, dass Moral etwas ist, was
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von außen kommt, durch Gesetze
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vielleicht auch erzwungen wird oder aus
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religiösen Geboten kommt. Für ihn ist
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Mitleid eine unmittelbare Tatsache, die
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im Menschen liegt. Er nutzt die indische
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Formel Tatwam Asie. Ja, wir sind keine
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Experten für diese Sprache. Das haben
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wir uns von Notbook LM erklären lassen.
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Wenn ich sehe, dass ein anderer leidet,
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erkenne ich im tiefsten Kern, dass der
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Unterschied zwischen Ich und nicht Ich
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nur eine Täuschung ist, ein Schleier vor
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unseren Augen. Und das ist heute
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natürlich aktueller denn je. Und
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Nordburg LM hat uns dann darauf
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aufmerksam gemacht. Wir wussten das gar
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nicht. Die moderne Hirnforschung
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mit den Spiegelneuronen bestätigt
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Schopenhauers Idee. Unser Gehirn
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spiegelt den Schmerz anderer tatsächlich
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so, als wäre es unser eigener. Ja, so
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etwas ähnliches gibt es auch bei
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Lessing. Das können wir dann auf der
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Website mal aufnehmen. Da kann man nur
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hoffen, dass in einer Welt, die nun
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wirklich viel Gewaltpotenzial enthält,
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möglichst viele Menschen zeigen, dass es
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in uns etwas gibt, was Gote in seinem
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Gedicht göttliche genannt hat. Er hat
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ähnlich wie Schopenhauer festgestellt,
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das Leben ist durchaus auch brutal.
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nimmt keine Rücksicht auf gute Menschen,
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auf weniger gute Menschen,
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aber in uns ist etwas, was Göte das
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Göttliche nennt, denn das edelter Mensch
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hilfreich und gut, aber er führt das
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noch sehr schön aus. Wir werden dazu
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selbst auch noch mal äh eine kleine
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Expertenrunde hier veranstalten. Das
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Gedicht ist wirklich eine Basis für eine
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Welt, in der der Einzelne um sich herum
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etwas Besserung erzielen kann. Und äh
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wir werden das dann auf diese Webseite
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eben packen. Ja, hier die Website werden
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wir nachher oben auch mit einem Button
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unterbringen, s dass man da leicht
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darauf zugreifen kann. Dort eventuell
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Korrekturen, wenn wir etwas übersehen
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haben oder etwas nicht ganz richtiges,
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Ergänzungen und eben auch dann Hinweise,
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mit welchen weiteren Themen wir uns
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beschäftigen wollen. Und wir wünschen
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allen viel Erfolg jetzt selbst mal
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auszuprobieren. Man begegnet
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irgendetwas, was nach Bildung aussieht
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im weitesten Sinne des Wortes und dann
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greift man sich etwas heraus, mit dem
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man selbst etwas anfangen kann. Und
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dabei wünschen wir viel Erfolg. M.
#Jobs & Education
