Anders Tivag, „Mia und der Schornsteinfeger“ (Mat7386-mus)

Worum es geht:

Wir hatten letztens ein längeres „Gespräch“ mit ChatGPT, wo wir vom Besuch des Schornsteinfegers wegen der Rauchmelder über verschiedene Stationen schließlich zu Fragen der Weltpolitik kamen.

Aber keine Sorge: Darum geht es hier nicht.

Wer sich für die Abfolge der Fragen interessiert, für den hat ChatGPT am Ende unseres Austausches die folgende Zusammenfassung erstellt.

Fragenkette

  • Warum schränkt der Einsatz von Wärmepumpen die Arbeitsmöglichkeiten von Schornsteinfegern ein?
  • Haben Neubauten mit Wärmepumpen überhaupt noch Schornsteine?
  • Kann man in ein modernes Wärmepumpenhaus nachträglich noch eine Feuerstätte einbauen?
  • Wie verbreitet ist es inzwischen, dass Neubauten gar keinen Schornstein mehr haben?
  • Wie energiesicher sind Wärmepumpen im Vergleich zu Gasheizungen (Stromausfall)?
  • Müssen Wärmepumpen bei niedrigen Temperaturen intensiver arbeiten?
  • Was passiert mit der Außenluft, wenn in ganzen Wohngebieten Wärmepumpen laufen – geht Wärme ‚verloren‘?
  • Wie verhält sich das im Vergleich zu Windkraftanlagen, bei denen Windschatten entsteht?
  • Gibt es eine Grenze für die Anzahl von Windkraftanlagen in Deutschland?
  • Müssten Windkraftanlagen international abgestimmt werden, um Konflikte zu vermeiden (Parallele zu Atomkraftwerken)?

Schlussgedanke

Die Abfolge zeigt, wie sich aus einem einfachen Gespräch mit dem Schornsteinfeger eine gedankliche Brücke bis zur internationalen Politik schlagen lässt. Genau diese Fähigkeit, beharrlich nachzufragen und Zusammenhänge aufzuspüren, ist ein Beispiel für das ‚Alltagsgenie‘ – nicht im Sinne eines allwissenden Leibniz, sondern als schöpferische Kraft der Neugier.

Wir nutzen das nur, um die Frage zu klären, was in folgender Situation passiert:

Da stößt einer im Überschwang von Ideen auf andere Leute, die im Kopf noch andere Dinge haben.

Wie geht man damit am besten um?

Übrigens der Austausch mit ChatGPT wurde weitgehend von uns bestimmt – und auch die Idee der Kurzgeschichte. Allerdings haben wir sie die KI nachher „ausmalen“ lassen – und das werden wir noch kritisch prüfen und weiterentwickeln.

Aber man kann bestimmt mit der Geschichte auch jetzt schon was anfangen.

Anders Kimia (der erfundene Name soll deutlich machen, dass ein Mensch den Anfang machte und das Frage-Heft auch in der Hand behielt. Dann kam die KI dazu – und am Ende landete alles bei „menschlicher Intelligenz in Aktion“.

Also schauen wir uns mal an, was draus geworden ist.

Die Kurzgeschichte

Oder: Reden ist schön, aber Schweigen ist …

Reden ist schön, aber Schweigen ist manchmal besser. Diese kleine Episode zeigt, wie eine Alltagsbegegnung in der Schule sich am Mittagstisch zu einer besonderen Unterhaltung verwandelt.

Mia kommt mittags nach Hause, als die Familie sich gerade zum Essen versammelt. Sie ist noch ganz aufgeregt: „Heute war ein Schornsteinfeger in unserer Klasse!“ beginnt sie. Die Lehrkraft hatte ihn eingeladen, um mit uns über Fragetechnik und Kommunikation zu sprechen.

Mia holt einen Zettel aus ihrer Tasche. Darauf hat sie die Fragen notiert, die im Unterricht gestellt wurden. Eigentlich sollte sie ein Protokoll anfertigen – aber beim Erzählen blättert sie so begeistert darin, dass die ganze Familie einen Eindruck davon bekommt, wie lebendig es im Unterricht zugegangen war.

Sie schildert, wie sich die Fragen Schritt für Schritt aufbauten: Zuerst ging es um die Arbeit des Schornsteinfegers, dann um Wärmepumpen und moderne Häuser ohne Schornstein, schließlich um Stromausfälle und Energiefragen. Einige besonders neugierige Mitschüler hatten sogar nachgefragt, ob Wärmepumpen die Außenluft abkühlen könnten – und am Ende war die Diskussion bei Windkraftanlagen und internationaler Energiepolitik gelandet.

Mia verschweigt nicht, dass auch sie selbst einige Fragen gestellt hatte. So viele, dass die Lehrkraft schließlich lachend meinte: „Mia, bevor du hier den ganzen Laden übernimmst, schreib lieber das Protokoll – dann bleibt der gute Austausch auch noch festgehalten.“ Mia nahm das mit Humor und tat, wie ihr geheißen.

Am Mittagstisch erzählt sie nun alles voller Begeisterung. Dabei merkt sie gar nicht, wie die anderen langsam mit den Augen rollen – so weit hatte sich das Gespräch vom Schornstein bis zur Geopolitik entfernt. Als sie endlich eine kurze Pause macht und ihren Vater erwartungsvoll anschaut, sagt er nur trocken: „Liebe Mia, ich wusste immer schon, dass du ein äußerst interessierter Mensch bist.“

Und dann fügt er mit einem Augenzwinkern hinzu: „Eigentlich bist du ein Genie – zumindest im Bereich von Interesse und Fragestellung. Leider schaffe ich es heute nicht mehr, den Rasen zu mähen, ich habe noch einen Termin.“

Mia schaut kurz betroffen, dann lächelt sie, macht eine entschuldigende Handbewegung und beschließt, die Sache positiv zu nehmen. Wenig später ist sie schon auf dem Weg zum Werkzeugschuppen.

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