Anmerkungen zum Gedicht „Paxe“ von Hans Magnus Enzensberger (Mat2728)

Worum es hier geht:

Das Gedicht zeigt den problematischen Versuch einer Annäherung an frühere Kulturen – auf einer entsprechenden Reise.

  • Die Überschrift des Gedichtes gibt schon mal einen deutlichen Hinweis, wenn man weiß, was das Wort bedeutet.
  • Offensichtlich geht es um Leute, die in Gruppen reisen und entsprechend auch betreut werden.
  • Als Leser kann man erwarten, dass man über diese Leute jetzt etwas aus der Sicht des lyrischen Ichs erfährt.
  • Zu Beginn des Gedichtes werden diese Reisenden zunächst im Hinblick auf äußere Merkmale beschrieben.
  • Ab Zeile drei geht es dann um ihre Betreuungssituation.
  • Sie werden selbst als „unermüdlich“, also geduldig beschrieben.
  • Ab Zeile vier geht es dann um diejenigen, die diese Gruppen betreuen.
  • Dabei werden eher negative Dinge betont, so etwa die langwierigen Litaneien, also eher einschläfernde Informationen.
  • Dazu kommen dann noch Leute, die als „energische Hirten“ beschrieben werden. Das lässt natürlich an eine Schafherde denken und macht eben
    deutlich, wie abhängig und folgsam die Leute sind, die diesen Hirten folgen.
  • In der zweiten Strophe gibt es Anklänge an die Bibel beziehungsweise ganz allgemein an religiöse Verhältnisse.
  • Diese reisenden Menschen werden zum einen als „Mühselige und Beladene bezeichnet“,  also als Menschen, die
    sich Besserung ihres Zustands erstreben.
  • Das lyrische Ich fragt sich allerdings, warum sie in dieser Situation „vergessene Götter“ verehren, also Instanzen, die Ihnen eigentlich
    nicht helfen können.
  • Im Schlussteil der Strophe wird dann gefragt, was diese Menschen eigentlich los werden wollen, wo ihre Probleme sind.
  • Auf beides gibt es hier aber keine Antwort
  • In der nächsten Strophe wird das Element der vergessenen Götter noch einmal aufgegriffen.
  • An mehreren Beispielen wird deutlich gemacht, dass es hier möglicherweise etwas gibt, was früher von Bedeutung war.
  • Aktuell ist es aber nicht mehr vorhanden.
  • Die letzte Strophe fasst das gesamte Bild dann noch einmal zusammen.
  • Hervorgehoben wird zunächst die große Zahl dieser Touristen.
  • Dann geht es um die schwierige Umgebung, die sie durchziehen.
  • Am Ende steht die These, dass sie so etwas sind wie Wallfahrer, d.h. Leute, die glauben, mit ihrer Reise irgendetwas im religiösen Sinne zu leisten.
  • Hervorgehoben wird dann zunächst das Fehlen äußerer Kennzeichen, die früher zu Wallfahrern gehört haben.
  • Brutal abschließend ist dann die Schlussfeststellung, dass das eigentliche Ziel, das früher mit Wallfahrten verbunden war, nämlich die „Hoffnung auf Gnade“ (Gottes>), hier nicht mehr möglich ist.

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