Helga M. Novak, Kurzgeschichte interpretieren im Speed-Test

Worum es hier geht:

Das haben wir noch nie gemacht. Es ging um die Wette, wie schnell man eine Kurzgeschichte über eine Seite so vorstellen kann, dass Inhalt und Aussage verstanden worden sind.

Es geht um die Kurzgeschichte „Eis“, in der ein ungewöhnliches Gespräch zwischen einem jungen Mann und einem älteren präsentiert wird.

Zu finden ist die Geschichte in deutsch.punkt. Zugänge zur Oberstufe, Klett 2009, ISBN: 978-2-12-313906-2, S. 49

Lars Krüsand erklärte sich bereit, diesen Test mal durchzuführen. In etwa 5 Minuten verfasste er die folgende Audio-Datei.

Das muss natürlich nicht im gleichen Tempo nachgemacht werden – hier war ein Schnell-Leser und erfahrener Interpret am Werk.

Aber er stand auch unter Druck, denn mit unserem Referenzschüler Latus Crux war er einer kritischen Nachprüfung des Ergebnisses ausgesetzt.

Aber hin und wieder könnte man einfach mal einen Wettbewerb starten: Man liest einen neuen Text und soll dann möglichst schnell etwas Vernünftiges sagen. Zum Beispiel:

  1. Worum geht es in dem Text?
  2. Was sind die wichtigsten inhaltlichen Elemente?
  3. Was sind die Aussagen?
  4. Welche besonderen „Tricks“ hat der Autor verwendet, um den Text gut rüberbringen zu können.
  5. Was kann man mit dem Text anfangen?

Darunter folgt die Timeline unserer Lösung, die sich aber nicht genau an die Punkte hält. Auf die sind wir erst hinterher gekommen – bei dem Gedanken, so einen Spee-Interpretationswettbewerb fest einzuführen 😉

  • 0:00 Vorstellung des Projekts
  • 0:31 Kommunikation
    • Besondere Befindlichkeiten
    • gegen Normalität des anderen auf der Bank
  • 0:52 Ausgangspunkt und erste Kommunikationsphase:
    Eis läuft unter

    • 1:00 Nachfragebedürfnisses des Eismannes
    • 1:12 Abwehr des Bankmenschen
    • 1:26 Abfolge verstärkender Nachfragen
    • 1:40 Wörtlich-nehmen
  • 1:53 Zweite Stufe der Kommunikation
    Eskalation

    • 2:02 Eismann läuft hinterher
    • 2:10 Rückblick auf Mutter: konnte nichts abschlafen,
      soll sich aber auch wehren
      Mutter versteift sich: Setz dich durch
    • 2:35 Überraschende Schlusspassage: Mutter verfällt in den Erziehungsstil
      Eklat: Junge weicht aus: „Neger“ = bewusste Provokation
  • 3:15 Phase 3 der Kommunikation
    Paukenschlag: Eismann hat der Mutter was in den Tee getan:

    • Mord?
    • oder aktueller Einfall: Provokation des Bankmannes
  • 3:45 Aussagen:
    besondere Art der Kommunikation

    • Empfindlichkeit
    • wörtliches Verstehen
  • 4:14 Allgemeine Bedeutung der Geschichte
    • Bsd. Erziehungsmethode der Mutter
    • führt zunächst mal zu dem fast schon krankhaften Bemühen des Eismannes um die Gedanken des Bankmannes
    • dann führt zu extremer Reaktion des Eismannes, die weiche Erziehung hat dazu geführt ,dass er nicht kritikfähig ist.
  • 4:53 Das war es.

Weitere Infos, Tipps und Materialien

 

 

 

 

 

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