KI oder Mensch – wer wird siegen? Das Leben ist mehr als ein Schachbrett (Mat6208)

Worum es hier geht:

Wir sammeln hier Überlegungen, die nicht von einem Experten kommen. Vielmehr haben manchmal auch ganz normale Menschen eine Idee zu schwierigen Themen.

Hier sammeln wir also „Einfälle“, auf die ein KI-System zur Zeit wohl noch nicht kommen wird – vielleicht auch nie.

So wurde MIA einmal gefragt, wieso sie so optimistisch sei, dass die KI in absehbarer Zeit den Menschen nicht ersetzen könne.

Darauf erzählt sie folgende Geschichte:

Ich kenne eine Schülerin, die hat ein Referat zur Künstlichen Intelligenz gehalten. Bei der Geschichte der Entwicklung hat sie auf den ersten Sieg eines Schachcomputers über einen der weltbesten Schachspieler hingewiesen.

Als es am Schluss um die Perspektiven ging, wer wohl die Nase vorn haben würde: Mensch oder Maschine – hatte sie gesagt:
„Die KI hat nur ihre Daten und die Programmierung – ein Mensch aber hat eben Einfälle.“

Der Lehrer meinte daraufhin: „Jetzt hast du dir selbst widersprochen, denn der Schachcomputer hat doch schon vor langer Zeit auch den weltbesten Schachspieler besiegt.

Das Mädchen war traurig nach Hause gegangen – mit dem Gedanken einen Fehler gemacht zu haben.

Unterwegs traf sie ihren Informatiklehrer und sprach ihn einfach drauf an. Er lachte und sagte:

„Ich verteidige gerne die künstliche Intelligenz und ihre erstaunlichen Entwicklungen. Aber was dein Problem angeht: Das Schachbrett hat sehr begrenzte Figuren und Regeln – alles ist festgelegt – und der KI kommt zustatten, dass sie unglaublich viele Züge berechnen kann – bis weit in die Zukunft eines Spiels hinein.

Aber das Leben ist ganz anders: Kein Computer hätte berechnen können, dass wir uns jetzt hier treffen, du mich zufällig etwas genauer kennst und bereit bist, mir dein Problem zu schildern. Ich bin zufällig ein Informatiker, der vor drei Tagen noch zu hören bekommen hatte, ich hätte doch erstaunlich viel Einfühlungsvermögen. Ich kann mich also in deine Situation hineindenken – und dabei kommt mir meine Erfahrung zustatten, dass du schnell im Verstehen bist. Also weiß ich, dass ich durch dich nicht den Bus verpassen werde – nur noch fünf Minuten. Hast du gemerkt, wie viel nötig war, dass ich dir jetzt sagen kann: Ein Schachbrett ist ein sehr einfaches Spielfeld im Vergleich zu einer Schülerin, die ein Problem hat und zufällig ihren Informatiklehrer trifft, der zufällig jemand ist, den man auch privat fragen mag und der zufällig auch weiß, dass die Schülerin schnell versteht, so dass er den Bus noch erreicht.

Die Schülerin lachte nur: Sie haben Recht, ich habe es in so kurzer Zeit verstanden, dass ich Ihnen jetzt noch sagen kann: Wenn Sie sich jetzt zur Bushaltestelle hin in Bewegung setzen, haben sie unterwegs noch 1 Minuten Reservezeit – ich weiß ja, wie schnell Sie sich bewegen.

Jetzt lachte auch der Lehrer – und beide hatten ein gutes Gefühl. Wir übrigens auch, denn nur so entstehen neue Geschichten, die nicht vom KI-Programm aus alten nach festen Regeln zusammengesetzt werden.

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