Robert Seethaler „Der Trafikant“ – Mit Freuds Hilfe zum Glück in der Liebe (Mat1713-8)

Worum es hier geht:

  • Wir wollen den Roman von Robert Seethalter möglichst so vorstellen, dass man
    • gleich weiß, worum es geht,
    • Durchblick beim Inhalt
    • und beim Aufbau des Romans hat,
    • Hinweise zum Verständnis bekommt
    • und zur Frage, was man damit anfangen kann.

 

  • Vergebliche Suche – Nachhilfe von Sigmund Freud – und endlich das Glück der körperlichen Liebe

    • In den Wochen danach sucht Franz vergeblich nach dem Mädchen. Schließlich gesteht er seinem Lehrherrn, dass er sich verliebt hat. Dieser macht deutlich, dass das so weit hinter ihm liegt, dass er ihm nicht helfen kann.  Aber er gibt ihm dann doch den entscheidenden guten Rat: Such dir für solche delikaten Sachen eine andere Ansprach‘, und lass mich damit in Frieden. (69)
    • So macht Franz sich auf den Weg zu seinem Professor Freud, hockt stundenlang vor dessen Haus in der Kälte und wird schließlich erlöst, als der Professor beschließt, seine Zigarre ausnahmsweise mal draußen zu rauchen. (vgl. 71) So kann Franz dem Professor alles erzählen und bekommt den guten Rat: „Meiner Ansicht nach hast du jetzt genau zwei Möglichkeiten. Möglichkeit Nummer eins: Hol sie dir zurück! Möglichkeit Nummer zwei: „Vergiss sie!“ Verständlicherweise gibt Franz sich damit nicht zufrieden – und so bekommt er noch drei mündliche Rezepte (S. 78)
    • Also pass auf, und merke sie dir gut!
    • Erstes Rezept (gegen dein Kopfweh): Hör auf, über die Liebe nachzudenken.
    • Zweites Rezept (gegen dein Bauchweh und die wirren Träume): Leg dir Papier und Feder neben das Bett und schreib sofort nach dem Aufwachen alle Träume auf.
    • Drittes Rezept (gegen dein Herzweh): Hol dir das Mädchen wieder – oder vergiss sie!“
    • Am Ende wünschen sie sich Frohe Weihnachten – und dazu kommt es dann für Franz auch, wenn auch nicht ohne die vom Professor angekündigten Schmerzen: „… an den Klippen zum Weiblichen zerschellen selbst die Besten von uns.“ (72)
    • Über die Weihnachtsfeiertage hat Franz die Trafik für sich, weil sein Lehrherr Urlaub macht. Es gelingt ihm bei einem Kellner des Lokals, in dem sie gemeinsam gewesen sind, die Adresse des Mädchens herauszubekommen und er findet sie schließlich auch in einem abbruchreifen Haus.
    • Das Mädchen heißt Anezka und ist gleich bereit, für ein üppiges Essen mitzukommen und danach mit Franz auch in die Kiste zu steigen (91). Allerdings bedeutet diese „sexuelle Erlösung […] nicht gleichzeitig eine Besserung“ des Gesamtzustandes von Franz: „Das Feuer, das jetzt zwischen seinen Schenkeln entzündet war, brannte lichterloh und würde nie mehr zu löschen sein, so viel war ihm klar.“ (94). Aber es geht ihm nicht nur um Sex, vielmehr hat er eine Ahnung vom „Mysterium Frau“ (94) bekommen – und er weiß jetzt, dass ein ganzes Leben nicht ausreichen würde, um es „in seiner schrecklichen Schönheit begreifen zu können“ (94).
    • Aber er muss sich erst mal gedulden, weil das Mädchen verschwunden ist.  Dann aber kommt es ab S. 95 zu einer zweiten Liebesrunde, weil Anezka plötzlich bei ihm erscheint. Franz will ihr am nächsten Morgen auch gleich einen Heiratsantrag machen, aber da ist sie auch schon wieder weg.

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