KuS-S: Lessing, „Nathan der Weise“: Ebenen der Kommunikation ( Mat6279)

Worum es hier geht:

  • Stellen wir uns vor:
    • Man hat nur noch wenig Zeit
    • und insgesamt viel vorzubereiten.
  • Dann ist man froh,
    • wenn man ein bestimmtes Teilthema zu einem literarischen Werk möglichst kompakt präsentiert bekommt
    • und zwar so, dass man es direkt für eine Klausur oder auch für eine mündliche Prüfung lernen kann.
    • Das bedeutet, dass es auf das Wesentliche konzentriert ist
    • und möglichst systematisch aufgebaut erscheint.
    • Das prägt sich dann nämlich besser ein.
  • Deshalb präsentieren wir unsere Überlegungen in KuS-S-Form:
    Kurz und systematisch und zum selbst-weiter-entwickeln“
Sprache und Kommunikation in „Nathan der Weise“
  1. „Nathan der Weise“ ist ein Ideendrama.
    Das heißt: Noch mehr als sonst schon überhaupt in Theaterstücken spielt der Austausch von Gedanken und der Versuch, die andere Seite zu überzeugen eine große Rolle.
  2. Man könnte es auf die Formel bringen: In dem Drama geht es immer um „Wahn und Wahrheit„. Dabei ist mit „Wahn“ nur eine falsche Vorstellung gemeint, aus der versucht wird, jemanden herauszulösen.
  3. Gleich am Anfang ist da die Szene 1-2, in der Nathan versucht, Recha von ihrer Engelsvorstellung im Hinblick auf den Retter zu befreien.‘

    Entscheidend ist dabei aus Nathans Sicht:
    „Wenn dich ein eigentlicher Tempelherr / Gerettet hätte: sollt‘ es darum weniger / Ein Wunder sein? – Der Wunder höchstes ist, / Daß uns die wahren, echten Wunder so / Alltäglich werden können, werden sollen.“

    Erfolgreich ist Nathan aber erst, als er überlegt: „Wenn dieser Engel nun – nun krank geworden.“

    Das verbindet er dann noch mit dem erzieherischen Hinweis:
    „Begreifst du aber, / Wie viel andächtig schwärmen leichter, als / Gut handeln ist?“
  4. Sehr viel kontroverser geht es zu in dem Streitgespräch zwischen Daja und Recha, was ihre künftige (auch religiöse) Heimat angeht.
  5. Noch übler wird es aber in dem Gespräch, in dem der Patriarch versucht, den Tempelherrn zum Verrat am Sultan zu überreden. Der hat ihm immerhin das Leben geschenkt.
  6. Ein Beispiel für gelingende Kommunikation ist die Szene, in der Nathan und der Tempelherr Freunde werden.
  7. Ein Beispiel für eine sehr einfühlsame Gesprächsführung wird in 4-4 geboten, wo der Sultan mit dem Tempelherrn  zunächst Freundschaft schließt und ihn dann im Hinblick auf sein Verhältnis zu Nathan ermahnt.
  8. Ganz wichtig ist natürlich die Szene mit der Ringparabel, wo es darum geht, Erkenntniswiderstände und möglicherweise gefährliche Missverständnisse auf einem Umweg zu überwinden.
  9. Ein Sonderfall sind Szenen, in denen gewissermaßen im Monolog eine Kommunikation mit sich selbst stattfindet:
    • Nathan 3-6: Nathan überlegt sich, wie er mit der Frage des Sultans umgehen soll.
    • der Tempelherr in 5-3: Er denkt über sein aktuelles Verhältnis zu Nathan nach.
  10. Zum Schluss sei hingewiesen auf das Gespräch zwischen Nathan und Al-Hafi, in dem das Stück durchaus humoristische Züge annimmt.

Wir werden  hier noch genauere Hinweise geben, verweisen aber schon mal auf eine Seite, wo wir die Ergebnisse kurz zusammengefasst haben. So könnte es etwa in einer Klausur oder in einer mündlichen Prüfung präsentiert werden:

Die Kommunikationsvielfalt in Lessings „Nathan der Weise“: Beispiel für eine gegliederte Erörterung
https://schnell-durchblicken.de/die-kommunikationsvielfalt-in-lessings-nathan-der-weise-beispiel-fuer-eine-gegliederte-eroerterung

Weitere Infos, Tipps und Materialien

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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