Gedichte des „Sturm und Drang“ – Thema „Politik“ (Mat8606-Politik)

Worum es hier geht

Wir sammeln hier Gedichte aus der Zeit des „Sturm und Drang“, die sich mit dem Thema „Politik“ beschäftigen.

Die Gesamtübersicht über die Gedichte des Sturm und Drang:

Bürger, „Der Bauer – An seinen Tyrannen“

  • Wie in der amerikanischen Unabhängigkeitserklärung werden die Untaten der Obrigkeit aufgezählt und damit infrage gestellt. Am Ende dann auch noch ein Angriff auf das Gottesgnadentum:
    „Ha! du wärst Obrigkeit von Gott? / Gott spendet Segen aus; du raubst! / Du nicht von Gott, Tyrann!“
  • + Für eine Klassenarbeit oder Klausur nur zum Teil geeignet, weil es um viele Sachverhalte geht, die man ohne historische Kenntnisse nicht optimal auswerten kann.
    https://textaussage.de/buerger-der-bauer-an-seinen-durchlauchtigen-tyrannen
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Miller, Johann Martin, „Lied eines Gefangnen“

  • Ein Gedicht, das die Gedanken eines Gefangenen, der auf seine Hinrichtung wartet, zwar recht gut präsentiert. Aber alles bleibt sehr allgemein – so dass richtiges Mitgefühl kaum aufkommen kann. Das merkt man besonders, wenn man es mit einer Szene aus Schillers „Kabale und Liebe“ vergleicht.
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  • + Für eine Klassenarbeit oder Klausur nur geeignet, wenn man kreativ und/oder kritisch mit dem Gedicht umgehen will.
  • https://textaussage.de/schnell-durchblicken-johann-martin-miller-lied-eines-gefangnen

Schubart, Christian Friedrich Daniel, „Die Fürstengruft“

  • Ein Wanderer steigt in die Gruft der Fürsten hinab: Aus den einstigen „Götzen ihrer Welt“ sind Gebeine und matt glänzende Silberschilde geworden. Vor diesem Hintergrund der Vergänglichkeit rechnet Schubart mit den schlechten Fürsten ab – mit ihrer Macht über Leben und Tod, der Verfolgung unbequemer Kritiker und der Unmoral am Hof:
    „Der Menschheit Schrecken! denn an ihrem Nicken / Hing Leben oder Tod.“
    Am Ende steht das Jüngste Gericht: Strafe für die Tyrannen, Lohn für die „bessren Fürsten“.
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  • Besonders interessant: Schubart schrieb das Gedicht während seiner Festungshaft auf dem Hohenasperg, wo ihn der württembergische Herzog jahrelang ohne Gerichtsurteil festhielt.
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  • ++ Für eine Klassenarbeit oder Klausur gut geeignet, am besten in der gekürzten Fassung – das Gedicht ist lang, aber klar aufgebaut.
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    https://schnell-durchblicken.de/schubart-die-fuerstengruft

Stolberg, Friedrich Leopold Graf zu, „Die Freiheit“

  • Insgesamt ein Gedicht, das stark von extremen Gegensätzen lebt, auch bei den aufgeführten Helden nicht sonderlich differenziert und begründet. Es lebt vor allem von seinem Enthusiasmus, mit dem der Gedanke der Freiheit vertreten wird.
  • Typisch für den Sturm und Drang sind der Gefühlsreichtum beziehungsweise die Gefühlsintensität und das klare Freund-Feind-Denken.
  • Alle Fürsten und die an ihren Höfen tätigen Beamten sind einfach nur Sklaven.
  • Hier könnte man schön überprüfen, wie dieser Stolberg zu Goethe stand, der ja eine hohe Position am Weimarer Fürstenhof hatte.
  • +++ Für eine Klassenarbeit oder Klausur sehr gut geeignet, aber eher in der Oberstufe – und dann am besten mit kreativ-kritischem Impuls.
  • https://textaussage.de/schnell-durchblicken-stolberg-die-freiheit

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