Worum es hier geht:
Um einen schnellen Überblick zu ermöglichen, haben wir die KI von Perplexity.ai gebeten, den Artikel auf der folgenden Seite zusammenzufassen (in Kursivschrift), der MIA-Kommentar wie immer eingerückt.
https://literaturkritik.de/id/5236
- Der Artikel befasst sich mit Lessings Interpretation und Anwendung der aristotelischen Tragödientheorie, insbesondere im Kontext der Aufklärung des 18. Jahrhunderts. Hier sind die Kernpunkte:
- Lessing versuchte, das Tragische mit dem Mitleidsvollen zu identifizieren, zunächst durch psychologische Untersuchungen und später durch philologische Analyse des aristotelischen Textes
- Das ist der entscheidende Punkt.
- Lessing lebte in der Zeit der Empfindsamkeit,
- da wurden die Konflikte nach innen verlegt und am liebsten in Tränen aufgelöst.
- Er korrigierte die Interpretation des aristotelischen Tragödiensatzes, indem er die „Reinigung“ (Katharsis) auf die Leidenschaften Furcht und Mitleid bezog, nicht auf die Leidenschaften der Dramenfiguren
- MIA: Es geht wohl eher darum, dass der „Schrecken“ oder die Furcht bei Aristoteles interpretiert wird als das „auf sich selbst bezogene Mitleid.“
- Zitat aus der Hamburgischen Dramaturgie:
https://www.projekt-gutenberg.org/lessing/hamburg/hamb075.html- Denn er, Aristoteles, ist es gewiß nicht, der die mit Recht getadelte Einteilung der tragischen Leidenschaften in Mitleid und Schrecken gemacht hat.
- Man hat ihn falsch verstanden, falsch übersetzt.
- Er spricht von Mitleid und Furcht, nicht von Mitleid und Schrecken;
- und seine Furcht ist durchaus nicht die Furcht, welche uns das bevorstehende Übel eines andern, für diesen andern, erweckt, sondern es ist die Furcht,
- welche aus unserer Ähnlichkeit mit der leidenden Person für uns selbst entspringt;
- es ist die Furcht, daß die Unglücksfälle, die wir über diese verhängst sehen, uns selbst treffen können;
- es ist die Furcht, daß wir der bemitleidete Gegenstand selbst werden können.
- Mit einem Worte: diese Furcht ist das auf uns selbst bezogene Mitleid.
- Zurück zur KI:
Lessings Interpretation wird oft als Abweichung von Aristoteles gesehen, besonders in Bezug auf die moralisierende Komponente seines Mitleidsbegriffs. - Neuere Forschung zeigt jedoch, dass Lessing Aristoteles in manchen Aspekten angemessener interpretierte als bisher angenommen, während andere Abweichungen der Deutungstradition der Renaissance folgten
- Lessing sah die Tragödie als Mittel zur moralischen Verbesserung, während Aristoteles eher auf die Kultivierung der Affekte abzielte.
- Hier merkt man, wie sehr sich Auffassungen im Laufe der Zeit verändern.
- Erfolg in der Diskussion hat vor allem der, der neue Einsichten präsentiert.
- Ob letztlich nicht bei Aristoteles stärker auf moralische Verbesserung abzielte (im Konflikt mit den Vorwürfen Platos, das Theater sei sittenlos ;-), müsste genauer geprüft werden.
- Die Debatte um die korrekte Interpretation der aristotelischen Poetik ist bis heute nicht abgeschlossen, insbesondere in Bezug auf Begriffe wie Mimesis, Handlung, Charakterdarstellung und Katharsis
- Lessings Mitleidskonzeption versucht, die „sinnliche Natur“ des Menschen mit moralischen Aspekten zu verbinden.
- MIA: Auch hier haben wir – siehe das Zitat weiter oben – eher den Eindruck, dass es Lessing darum ging, von der tragischen Härte im Hinblick auf strafende Götter bei den alten Griechen wegzukommen.
- Neuere Forschungsansätze betonen, dass es für Aristoteles keine strikte Trennung zwischen Erkenntnisvermögen und Affekten gab, was Lessings Interpretation in einem neuen Licht erscheinen lässt.
- Der Artikel unterstreicht die Komplexität und anhaltende Relevanz der Debatte um die Interpretation und Anwendung der aristotelischen Tragödientheorie, insbesondere im Kontext von Lessings Werk und der Aufklärung.
- Man merkt hier, dass die Künstliche Intelligenz zwar einen Artikel gut zusammenfassen kann,
- ihn aber nicht vor dem Hintergrund eigener Erkenntnisse prüfen und kritisieren kann.
- Da scheint der Mensch auf jeden Fall der aktuellen KI voraus zu sein.
Wir hängen hier noch die folgenden Antworten der KI an.
Frage:
Wie unterscheidet sich Lessings Interpretation des Tragödiensatzes von Aristoteles‘ eigener Sichtweise.
Antwort:
- Lessings Interpretation des aristotelischen Tragödiensatzes unterscheidet sich in einigen wichtigen Punkten von Aristoteles‘ ursprünglicher Sichtweise:
- Moralische Komponente: Lessing betonte stärker die moralische Wirkungsabsicht der Tragödie. Er sah die Tragödie als Mittel zur moralischen Verbesserung des Zuschauers, während Aristoteles eher auf die Kultivierung der Affekte abzielte
- MIA: Hier argumentiert die KI genauso wie weiter oben.
- Mitleidsbegriff: Lessings Mitleidsbegriff hatte eine stärkere moralische Einfärbung, die teilweise auf christliche Traditionen zurückgeführt wird. Aristoteles‘ Begriff des „eleos“ war dagegen eher ein „naturhaft ungebrochener Elementaraffekt“
- Hier sollte man die Gefühlskultur der Empfindsamkeit bei Lessing stärker hervorheben als das Christentum, das bei ihm eine untergeordnete Rolle spielte gegenüber den Idealen der Aufklärung (Menschlichkeit statt Furcht vor den Göttern wie bei Aristoteles).
- Katharsis-Deutung: Lessing interpretierte die Katharsis als eine Art moralische Läuterung oder Verbesserung des seelischen Habitus. Für Aristoteles war die Katharsis eher eine Entladung störender Gemütsbewegungen und ein spezifisches Vergnügen durch die Erregung und Befreiung von Leidenschaften
- Affekte und Vernunft: Lessing versuchte, die „sinnliche Natur“ des Menschen mit moralischen Aspekten zu verbinden. Aristoteles sah dagegen keine strikte Trennung zwischen Erkenntnisvermögen und Affekten
- Wirkungsabsicht: Lessing profilierte die Wirkungsabsicht der Tragödie neu, indem er die tragische Erschütterung als aufwühlendes Gefühlserlebnis ernst nahm.
- MIA: Aber wohl anders, eben moderner als bei Aristoteles.
- Trotz dieser Unterschiede zeigt die neuere Forschung, dass Lessing in manchen Aspekten Aristoteles angemessener interpretierte als bisher angenommen. Beispielsweise erkannte Lessing richtig, dass die aristotelische Katharsis auf eine Kultivierung der Affekte „Furcht“ und „Mitleid“ abzielte, nicht auf deren Bekämpfung. Es ist wichtig zu beachten, dass Lessings Interpretation teilweise auch von der Deutungstradition der Renaissance beeinflusst war und er Aristoteles‘ Konzepte im Kontext seiner eigenen Dramentheorie und der Aufklärung des 18. Jahrhunderts neu interpretierte.
- Gerade im Vergleich der beiden KI-Antworten merkt man, wie sehr die Künstliche „Intelligenz“ gefangen ist in ihren Daten und den Auswertungs-Algorithmen.
- Wie oben schon angedeutet:
Menschliche Intelligenz ist etwas ganz anderes als Künstliche Intelligenz.
Weitere Infos, Tipps und Materialien
- Künstliche Intelligenz als Thema des Deutschunterrichts
https://textaussage.de/infos-kuenstliche-intelligenz-schule-leben
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- Praktische Beispiele: KI – kontrolliert und optimiert durch MIA
(menschliche Intelligenz in Aktion)
In zeitlicher Reihenfolge, um die Entwicklung deutlich zu machen.
https://textaussage.de/ki-mia-praktische-erprobung-der-kuenstlichen-intelligenz-fuer-aufgaben-des-deutschunterrichts
— - Systematische Zusammenstellung von Möglichkeiten der KI im Deutschunterricht
https://schnell-durchblicken.de/ki-im-deutschunterricht-systematik
— - Infos, Tipps und Materialien zu weiteren Themen des Deutschunterrichts
https://textaussage.de/weitere-infos
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