Unterrichtsreihe „Kommunikation in Kurzgeschichten“ – Infos und Tipps (Mat964)

Kurzübersicht: Das Wichtigste auf einen Blick

  1. Die Reihe eignet sich für den Einstieg in die Einführungsphase der Oberstufe und verbindet Teambuilding mit dem Thema Kommunikation.
  2. Ziel ist es, schnell gemeinsame Grundlagen zu Kommunikation und Kurzgeschichte zu erarbeiten, damit darüber eine Klausur geschrieben werden kann.
  3. Zu Beginn steht ein Fragebogen, der die Schüler kennenlernt und sie zugleich zum Nachdenken über die Schlussphase ihrer Schulzeit anregt.
  4. Die erste Kurzgeschichte behandelt einen Schüler-Lehrer-Konflikt und macht dabei unterschwellige Kommunikationsmuster bewusst.
  5. Über diese Geschichte werden zentrale Kommunikationsmodelle wie das Kommunikationsquadrat und Ansätze von Watzlawick induktiv eingeführt.
  6. Eine zweite, kürzere Kurzgeschichte dient dazu, ein Analysemodell einzuüben, ohne dass zu viel Textballast das Verständnis erschwert.
  7. Ein Schaubild zur „hermeneutischen Spirale“ überträgt das Analyseprinzip auf eine Alltagssituation, bevor es auf Kurzgeschichten angewendet wird.
  8. Ergänzend werden weitere Kurzgeschichten sowie ein Roman-Auszug, ein Gemälde und ein Theaterstück herangezogen, um Kommunikation gattungsübergreifend zu vergleichen.
  9. Ein eigener Abschnitt gibt eine Empfehlung, welche der beiden Wohmann-Kurzgeschichten sich eher für den Unterricht und welche eher für die Klausur eignet.
  10. Diskussionsfrage: Warum lohnt es sich, Kommunikation zunächst an Alltagssituationen zu untersuchen, bevor man sie auf literarische Texte überträgt?

Worum es in dieser Unterrichtsreihe geht

Im Folgenden stellen wir Bausteine vor, aus denen man eine Unterrichtsreihe zum Thema „Kommunikation in Kurzgeschichten“ bauen könnte.

Wir gehen dabei davon aus, dass sie zu Beginn der Einführungsphase der gymnasialen Oberstufe durchgeführt wird.

Es geht hier also vor allem um Tipps und Anregungen.

Die Hauptziele sind dabei, dass zunächst in den neu gebildeten Kursgruppen eine Art Teambuilding erfolgt und man dann schnell so viel zu den beiden Themen Kommunikation und Kurzgeschichte gemeinsam bespricht, dass dazu eine Klausur geschrieben werden kann. Grundsätzlich vertritt die Unterrichtsreihe den Anspruch gegenüber den Schülern, nicht in erster Linie abgehobene Germanistik zu betreiben, sondern zu zeigen, dass Schule und speziell der Deutschunterricht wirklich etwas mit dem Leben zu tun hat.

Aktueller Stand:

  1. Wir beginnen mit einem speziellen Teambuilding-Prozess, der Schülern deutlich machen soll, dass besonders der Deutschunterricht etwas mit ihrem Leben und ihrer Zukunft zu tun hat / haben kann.
  2. In einem zweiten Schritt geht es dann direkt um das Schülerleben, indem mit Hilfe einer Kurzgeschichte die Kommunikation zwischen Schüler und Lehrer in einem Konfliktfall thematisiert wird.
  3. Der dritte Schritt befasst sich dann mit einer kurzen Geschichte, an der exemplarisch gezeigt und geübt werden kann, wie man eine Kurzgeschichte analysiert – wichtig für Terminpläne, bei denen im Fach Deutsch die Klausuren bald nach Schulbeginn geschrieben werden. Außerdem reizt diese Geschichte zum Weiterschreiben.
  4. Das Analyseprogramm kann dann an einer weiteren Kurzgeschichte geübt werden, die zeigt, wie man auch schon als Schüler mit Sprache erfolgreich sein kann. Das knüpft dann direkt an den Teambuilding-Prozess der ersten Stunde an.
  5. (wird fortgesetzt, hier folgen jetzt Details und Hinweise auf Materialien.)

Einstieg: Organisatorisches und Teambuilding

Für die erste Stunde, in der es vor allen Dingen auch um organisatorische Dinge gehen kann, wird ein Fragebogen präsentiert, mit dem man die Schüler schon mal etwas kennenlernt. Außerdem ist der Fragebogen so angelegt, dass die Schüler sich selbst im Hinblick auf ein paar zentrale Dinge in der Schlussphase ihrer Schulzeit überprüfen und sich auch darüber austauschen.

Näheres hierzu findet sich auf der Seite:
https://schnell-durchblicken.de/selbst-check-zum-thema-schule-und-leben


Die ersten beiden Unterrichtseinheiten

UE1: Einstieg über eine Kurzgeschichte mit direktem Unterrichtsbezug

Deshalb wird auch eingestiegen mit einer Kurzgeschichte, die in einer Art ausgestalteter Szene den Ablauf eines Konflikts zwischen einem Schüler und einem Lehrer beschreibt. Das Besondere an dieser Kurzgeschichte ist, dass laufend die unterschwelligen Komponenten der Kommunikation mit ins Bewusstsein gehoben werden.

Was die Kommunikationsmodelle angeht, empfehlen wir, nicht gleich alles in seiner Gänze vorzustellen, sondern aus der ersten Kurzgeschichte bereits heraus die wesentlichen Komponenten wie das Kommunikationsquadrat und auch einige zentrale Aspekte der Theorie von Watzlawick gewissermaßen induktiv zu thematisieren.

Näheres hierzu findet sich auf der Seite:
https://schnell-durchblicken.de/lars-kruesand-untergrundarbeit


UE2: Eine zweite Kurzgeschichte mit Besprechung eines Modells der Analyse und Interpretation

Als zweite Kurzgeschichte könnte man dann eine nehmen, die insgesamt kürzer ist. Das hat den Vorteil, dass man beim Besprechen des Analysemodells nicht gleich mit zu viel Textballast arbeiten muss.

In der Kurzgeschichte, die wir hier vorschlagen, geht es um einen kurzen Moment an einem Morgen, bei dem ein Vater wieder sehr viele Schwierigkeiten hat, seine Tochter aus dem Bett und in Richtung Schule zu bringen. Bei der Gelegenheit kommt es zu einer Auseinandersetzung um die Frage, inwieweit es in der Gesellschaft auch verbindliche Absprachen geben muss.

Näheres hierzu findet sich auf der Seite:
https://textaussage.de/frerich-wenn-schule-schule-macht


Exkurs: Analyse und Interpretation als ganz normale Alltagserfahrungen

Viele Schüler wenden sich schon schaudernd ab, wenn sie die Wörter Analyse und Interpretation nur hören. Deshalb zeigen wir hier an einem Schaubild, dass es sich um ganz normale Alltagserfahrungen handelt – und es wäre schön, wenn auch Gedichte und Kurzgeschichten auf ähnlich natürliche Weise im Deutschunterricht behandelt würden.

Analyse und Interpretation an einem Alltagsbeispiel erklärt

Zunächst das Schaubild, das wir von NotebookLM haben erstellen lassen.
Darunter die Erklärung.

Das Schaubild bezieht sich auf eine Fete, die man voller Erwartungen besucht. Man ist etwas spät dran, d.h. beim Öffnen der Tür ergibt sich schon ein sehr vielschichtiges Bild. Das ist der erste Eindruck, der sich dann nach und nach erweitert.

  • 1. Das sogenannte Vorverständnis: Das ist der Ausgangspunkt. Hier freut sich jemand auf einen schönen, unterhaltsamen Abend. Und dann stellt er fest, dass da irgendwie nichts läuft. Er ist also enttäuscht.
    Aus dieser ersten Analyse entsteht eine erste sogenannte Deutungshypothese. Das ist das, was man am Anfang glaubt zu sehen und zu verstehen. Wenn man sich dann näher mit der Sache, in diesem Falle der Situation, beschäftigt, präzisiert, erweitert oder verändert sich dieser Eindruck?
  • 2. Er geht dann weiter und sieht, dass da jemand eine Art Vorstellung gibt. Die Stille von Bild 1 war also nur Spannung. Jetzt löst sie sich auf. Alles scheint gut zu werden.
    Man sieht hier deutlich, dass eine weitergehende Analyse zu einem tieferen Verständnis führt.
  • 3. Der Junge sucht einen Platz und sieht dann ein Mädchen auf einem Sofa sitzen, das offensichtlich unglücklich ist.
  • 4. Anscheinend darf er sich doch daneben setzen, und dann gibt es ein zunehmend besseres Gespräch, bei dem es dem Jungen gelingt, das Mädchen sogar aufzuheitern.
    Dieses Hin- und Her-Spiel in der Analyse und im Verständnis nennt man hermeneutische Spirale. Es wird auch vom hermeneutischen Zirkel gesprochen. Aber das Bild der Spirale gefällt uns besser, weil es dabei ja Erkenntnisfortschritt gibt.
  • 5. Am Ende verlassen sie gemeinsam – Arm in Arm – den Ort des Geschehens
    Diesen Schlussmoment nennt man Horizontverschmelzung. Das heißt, das Mädchen und der Junge haben jetzt ausreichend Gemeinsamkeit.
    Das muss nicht immer positiv sein. Die Gemeinsamkeit kann auch darin bestehen, dass beide begreifen, sie sollten sich trennen.

Deutungshypothese, Aussagen und Thema

  1. Über die Deutungshypothese hatten wir schon gesprochen. Die kann sich auch auf die gesamte Situation beziehen. Dann präsentiert man ein erstes Gesamtverständnis des Vorgangs. Dieser Ablauf zeigt also, wie aus Missverständnissen und Distanz Gemeinsamkeit wird.
  2. Aus der Deutungshypothese und ihren Veränderungen bzw. Präzisierungen ergeben sich die Aussagen des Geschehens.
    Es zeigt:
    – Wie man am Anfang eine Situation falsch verstehen kann.
    – Wie sich das aufklärt, wenn man weiter aufmerksam ist.
    – Wie man durch wahrscheinlich geschicktes Verhalten Distanz überwinden kann.
    – Wie man schließlich ganz anders Glück mit dieser Fete haben kann, als man gedacht hat.
  3. Die Aussagen kann man als Antwort verstehen auf eine zugrunde liegende Frage oder Problemstellung:
    Hier geht es darum, wie sich das Verständnis im Laufe eines solchen Besuchs ändern kann – und zwar sogar in eine überraschende Richtung.

Übertragung Hermeneutik bei anderen Gelegenheiten

Jetzt kann jeder mal selbst überlegen, welche anderen Situationen es im Alltag gibt, in denen man ganz natürlich „analysiert“ und „interpretiert“.

  1. Man hat eingekauft und nähert sich den Kassen? Wo ist die günstigste Schlange, an die man sich stellt?
  2. Man gerät in eine Verkehrskontrolle. Schon überlegt man, ob bei einem selbst alles in Ordnung ist und wie die Polizisten drauf sind.
  3. Man macht den Fernseher an und gerät in einen laufenden Film oder eine Sendung. Was ist das? Soll man dranbleiben?
  4. Man sieht ein Plakat, das einem auffällt und einen interessiert. Schon fängt man an, „verstehen zu wollen“, worum es geht und was einem verkauft werden soll. Am Ende bildet man sich ein Urteil und geht dann mit dem Ergebnis um – zum Beispiel, indem man der Werbung folgt oder anderen davon erzählt.
  5. Man betritt die Ferienwohnung und schon analysiert man das, was sie ausmacht und einem wichtig ist – und dann sagt man sich: Glück gehabt, oder beim Blick auf die nahe Schnellstraße: „Das geht ja wohl gar nicht – zumindest nicht bei offenem Fenster ;-)“
  6. Übrigens ist jede Tatort-Besichtigung in einem Krimi vielleicht sogar das beste Beispiel für Analyse und Kommunikation im Alltag. Denn der Kommissar muss dort sorgfältig alle wichtigen „Signale“ aufnehmen und zu Interpretations-Hypothesen verarbeiten.

Überleitung: Von der Analyse von Alltagserlebnissen zur Analyse von Kurzgeschichten

Man sieht hier noch mal sehr schön, dass die Analyse von Kurzgeschichten nur ein anderes Objekt vor sich hat – ansonsten laufen die gleichen bzw. ähnliche Prozesse ab.

  • Man checkt alles, was zu dem Objekt gehört.
  • Fasst es dann in den wesentlichen Punkten zusammen.
  • Und interpretiert es dann im Hinblick auf mögliche oder aktuelle Fragestellungen.

Kurzgeschichten im Vergleich

Einstieg mit einer Geschichte mit geglückter Verständigung

Hier bietet sich die Geschichte „Nacht schlafen die Ratten“ doch an. Denn dort haben wir eine ähnliche, wenn auch sehr viel tragischere Situation wie in dem Feten-Beispiel. Ein Junge sitzt wohl im Krieg vor den Trümmern seines Hauses. Er glaubt, er müsse seinen toten Bruder bewachen, damit er nicht von Ratten gefressen wird.

Einem älteren Mann gelingt es auf sehr einfühlsame Art und Weise, ihn aus dieser Situation zu befreien und ihm sogar neue Zuversicht zu geben.
https://textaussage.de/borchert-nachts-ratten-inhaltsangabe-anregungen

Ergänzende Möglichkeit: Eine Kurzgeschichte, die zeigt, wie man als Schüler mit Sprache „punkten“ kann

Frerich, Hajo, „Gekonnt ist gekonnt“
https://schnell-durchblicken.de/hajo-frerich-gekonnt-ist-gekonnt-oder-wenn-schueler-die-nase-vorn-haben
Die Geschichte zeigt an mehreren Situationen, wie auch Schüler im Gespräch mit Erwachsenen (Vater oder auch Lehrer) mal die „Nase vorn“ haben können. Es kommt eben nur darauf an, die Möglichkeiten von Kommunikation, Argumentation und Rhetorik für sich zu nutzen.

Hajo Frerich, „Speed-Dating mit Gedichten“

In dieser Geschichte geht es um einen Deutschkurs, der seine Lehrerin auf die Idee bringt, mit Gedichten eine Art Speed-Dating zu veranstalten.

Näheres dazu mit Text und Aufgabenstellung auf der folgenden Seite:
https://schnell-durchblicken.de/hajo-frerich-speed-dating-mit-gedichten


Klärung, wie man bei einer Kurzgeschichte „Thema“ und „Aussage“ (Intention) erkennt

In einem Lernvideo zeigen wir, wie man bei einer Kurzgeschichte sicher das Thema erkennt und es auch gut ausformulieren kann. Das Gleiche gilt für die „Aussage“ bzw. die „Intentionalität“ der Geschichte.

Vorgestellt wird das Video auf der Seite:
https://schnell-durchblicken.de/lernvideo-thema-und-aussage-einer-kurzgeschichte-erkennen-frerich-schule-schule

Das Video ist auf YouTube zu finden unter der Adresse:
https://youtu.be/ivN2XuMYLLs

Platzhalter: Video-Vorschaubild Thema und Aussage

Daniel Kehlmann, „Kritik“: Kurzgeschichte mit ganz viel Kommunikation, aber unbefriedigendem Ausgang

Kehlmann, Daniel, „Kritik“
Eine Kurzgeschichte, die auf extreme Art und Weise zeigt, wie weit man die Kombination von scheinbarer Höflichkeit und realer Frechheit in der Kommunikation treiben kann. Es geht um einen Schauspieler und Moderator, der von seinem Sitznachbarn im Flugzeug auf zunehmend derbe Art im Hinblick auf seine Fähigkeiten und Leistungen heruntergemacht wird. Am Ende zeigt sich, dass dieser extrem unsympathische Zeitgenosse an der gleichen Flugangst leidet wie der Schauspieler. Allerdings wird das vom Autor nicht genutzt, um die Geschichte eindeutig harmonisch enden zu lassen. Der Schluss scheint ein schlechtes Beispiel für Leserlenkung zu sein: Es werden nämlich sehr heterogene und fragmentarische Signale gesetzt, die eher verwirren als beim Verständnis helfen.
https://textaussage.de/daniel-kehlmann-kurzgeschichte-kritik


Warum lieber „Ein netter Kerl“ als „Flitterwochen“ in der Klausur?

Sowohl „Ein netter Kerl“ als auch „Flitterwochen, dritter Tag“ – jeweils von Gabriele Wohmann – werden gerne in Klausuren als Text eingesetzt. In solch einem Falle würden wir aber auf Grund eigener Erfahrungen sehr dafür plädieren, den Flitterwochen-Text im Unterricht zu besprechen und eher „Ein netter Kerl“ in der Klausur zum Thema zu machen.

Beachtet werden muss, dass nicht alle Schülerinnen und Schüler in Beziehungsfragen den gleichen Erfahrungsstand haben. Von daher sollte grundsätzlich abgesehen werden vom Einsatz von Kurzgeschichten, die Erwachsene in der Regel problemlos verstehen, weil sie eigene Erfahrungen „konnotieren“ (automatisch mitdenken). Es ist bei Klausuren deutlich besser, Kurzgeschichten aus dem Lebensumfeld der Schüler einzubeziehen. Die Kurzgeschichte „Ein netter Kerl“ von Gabriele Wohmann ist sehr viel besser geeignet: Jugendliche können sich gut vorstellen, was passiert, wenn man einen neuen Freund oder eine neue Freundin in ein Umfeld mitbringt, das erst mal auf Ablehnung eingestellt ist.


Andere Gattungen im Vergleich

Kommunikation in einer zentralen Romanepisode („Buddenbrooks“)

Platzhalter: Buddenbrooks Kommunikationsszene

Es gibt eine Episode in Thomas Manns „Buddenbrooks“, in der ein gewiefter Geschäftsmann bei einer jungen Frau aus einer sich abzeichnenden Niederlage zumindest einen halben und perspektivisch einen ganzen Erfolg machen kann. Hochinteressant, mit welchen kommunikativen und rhetorischen Mitteln er dabei arbeitet.

Es gibt eine Episode in Thomas Manns „Buddenbrooks“, in der ein gewiefter Geschäftsmann bei einer jungen Frau aus einer sich abzeichnenden Niederlage zumindest einen halben und perspektivisch einen ganzen Erfolg machen kann. Hochinteressant, mit welchen kommunikativen und rhetorischen Mitteln er dabei arbeitet.

Besonders spannend könnte die Frage sein, was diesen Romanausschnitt denn eigentlich von einer Kurzgeschichte unterscheidet. Das ist eine schöne Ergänzung oder auch Abwechslung zu der üblichen Schnell-Klärung: Welche Kennzeichen gehören zu einer Kurzgeschichte? Das kann und sollte man gerne machen – aber wirkliche Klarheit entsteht ja eigentlich immer erst durch Abgrenzung, und hier versteht man die Eigenart einer Kurzgeschichte noch besser, wenn man sie mit einem Romanauszug vergleicht.

Im Schaubild oben wird deutlich, dass links die Elemente eigentlich unverzichtbar sind, um den Romanauszug wirklich verstehen zu können. Erst vor diesem Hintergrund kann man auch überlegen, wie die Handlung sich weiterentwickeln könnte. Das ist eine überaus sinnvolle Aufgabe, um die „Lösung“ des Romans im Fortgang der Handlung besser einschätzen zu können. Aber diese Überlegungen lassen sich eben nur anstellen auf der Basis der gesamten Entwicklung bis zum Ende des Auszugs.

Näheres auf dieser Seite:
https://textaussage.de/analyse-heiratsantrag-buddenbrooks

Dazu gibt es auch ein Video unter der YouTube-Adresse:
https://youtu.be/YKWgyRNRGgo

Gut vergleichen kann man den Romanauszug aus den „Buddenbrooks“ mit einem Auszug aus Daniel Kehlmanns Roman „Ich und Kaminski“:
https://textaussage.de/kehlmann-ich-und-kaminski-analyse-eines-telefondialogs

Medienwechsel: Kommunikation in einem Gemälde: Edward Hopper, „Room in New York“

Das Bild von Hopper ist interessant, weil es rein körpersprachlich viel über die Kommunikationssituation zwischen zwei Personen aussagt. Dazu kommt, dass es aus der Sicht eines Straßenpassanten gemalt worden ist, der in ein beleuchtetes Wohnzimmer blickt und letztlich auch eine – allerdings sehr spezielle – Kommunikationssituation entstehen lässt. Als Anregung könnte man zu diesem Bild eine Kurzgeschichte schreiben lassen.

Nähere Infos dazu finden sich auf der Seite:
https://schnell-durchblicken.de/hopper-room-in-new-york-kommunikation


Kommunikation und Interaktion in Yasmina Rezas Theaterstück „Kunst“

Es geht im Einstieg in das Theaterstück um die Konfrontation zweier Arten des Umgangs mit Kunst: Auf der einen Seite etwas zwischen Liebhaberei, Fachwissen und Geldgier, auf der anderen Seite ein doch ziemlich naiver vermeintlicher „gesunder“ Menschenverstand, der sich letztlich nur in der Bewertung „Scheiße“ und ironischem Lachen äußern kann. Interessant ist die Anlage des Stückes mit Gesprächselementen und anschließenden Kommentaren.

Näheres mit ausführlichen Anmerkungen zu Kommunikationsaspekten findet sich auf der Seite:
https://textaussage.de/kommunikation-drama-yasmina-reza-kunst


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